Wie spiele ich Rollenspiel?

  • Bist du gerne mit anderen Menschen zusammen
  • Macht es dir Spass, dich mit verschiedenen Persönlichkeiten auseinanderzusetzen?
  • Macht es dir Spass dich in eine andere Rolle hineinversetzen?
  • Würdest du gerne eine andere Welt, eine andere Zeitepoche kennen lernen?

Wenn du diese Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, dann kannst auch DU Rollenspiel betreiben!

Am Anfang entscheidest du dich für die Welt in der du spielen willst (siehe auch die Beschreibungen der RP Welten) Als nächstes suchst du dir einen passenden Charakter aus den du dann für dich beschreibst. Je ausgearbeiteter ein solcher Charakter ist, umso größer ist der Spielspass. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Rollen im Laufe der verschiedenen Spiele auszuprobieren – wie verhält man sich als Ritter, als Schurke, als ein dem Wald verbundener Elf, als Barbar, usw.

Im Rahmen von Second Life (SL) werden die verschiedenen Rollen zu Beginn vom Spielleiter (meist der Besitzer oder Mieter der Landfläche) festgelegt. Als künftiger Teilnehmer des RPs sucht man sich eine dieser Rollen aus, erarbeitet die Geschichte seines Charakters und schickt – in vielen Fällen – dem Spielleiter diese Informationen per Notecard. Je ausführlicher der Charakter hier beschrieben wurde, umso einfacher ist es für den Spieler, sich in die Rolle hineinzuleben.


Tipps für den Einstieg

Akzeptiere deine Rolle
Habe ich mir eine Rolle ausgesucht, dann sollte ich diese Rolle auch akzeptieren. Bin ich eine „Büroangestellte“ dann ist es einfach unglaublich schwer zu vermitteln, warum ich mit Pistolen, Gewehren, Messern und Schwertern unschlagbar bin. Macht Eure Rolle schlüssig und spielt sie schlüssig. Frauen sind schwächer als Männer, Nackte sind anfälliger gegen Schaden als jemand in Rüstung.

Versuchen… nicht „machen“
Im normalen RP wie auch im Kampf RP gilt die Devise „Versuche etwas zu tun, mache es nicht“. Also zu Deutsch: Wirkt sich meine Aktion irgendwie auf meinen Gegenüber aus, dann beschreibe ich meine Aktion, das „Ergebnis“ der Aktion überlasse ich aber meinem Gegenüber. Schlage ich jemanden auf die Backe, der vor mir kniet… nun da kann ich schon erwarten, dass der Schlag trifft. Werfe ich zum Beispiel eine Tasse nach jemandem, weil sie frech war, dann beschreibe ich den Wurf… den Aufprall der Tasse… wo auch immer… überlasse ich dem „Opfer“.

Emotes
Wichtig zu beachten bei Emotes – benutzt die 3. Person wenn ihr emotet. Das „/me“ wird immer durch euren Namen ersetzt, deshalb ist es empfehlenswert, wenn ihr dann in der dritten Person weiter schreibt.

Zitat: „XYZ holt mit der Peitsche aus und…“

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn der Gegenüber plötzlich in die erste Person (Ich-Form) verfällt.

Zitat: XYZ ich schlage dich mit der Peitsche.

Auch bei Emotes ist unbedingt darauf zu achten NICHT für einen anderen zu emoten.

Zitat: „XYZ gibt XY einen Kuss und spürt wie sie sich vor Erregung und Lust kaum noch halten kann, weil XY sie über alles liebt und verehrt und für sie in den Tod gehen würde.“

Bitte nicht. Überlasst die Reaktion eurem Spielpartner. Dieser weiss selbst am besten wie er sich fühlt.

Gedanken:
Man kann Gedanken natürlich aufschreiben („/me denkt, dass…“), doch darauf kann der Gegenüber nicht reagieren, da er ja keine Gedanken lesen kann. Besser ist es, Emotionen zu emoten, denn diese bemerkt der Gegenüber sehr wohl („/me läuft rot an vor Zorn“)

Perfekt ist langweilig:
Baut Fehler in Euer RP ein. Niemand geht durchs Leben und meistert es ohne Pannen und Fehler. Lasst das Schwert fallen, zerbrecht Porzellan, stolpert, stoßt Euch das Knie… es sind die „Kleinigkeiten“ die den Mitspieler zum schmunzeln bringen.

Rock-Regel:
Wenn ihr schreibt, denkt an die Rock-Regel. Lang genug um das wichtigste abzudecken, aber kurz genug um noch interessant zu sein.

Erschlagt Eure Mitspieler nicht mit Romanen von epischen Ausmaßen, aber gebt ihnen bitte ein paar Details.

Antworten lassen:
Roleplay ist kein Schnellschreibwettbewerb und kein Wettrennen. Versucht aufeinander zu warten und gemeinsam ins Ziel zu kommen.

OOC
Versucht möglichst auf OOC („Out Of Character“) Gespräche zu verzichten. Damit sind Dialoge gemeint, die nichts mit dem Rollenspiel zu tun haben. Sind sie dennoch nötig und für alle Leute relevant, dann schreibt OOC Text besonders gekennzeichnet, zB in Doppelklammern ((Blah blah blah)). Ist es nicht für alle Mitspieler wichtig, dann benutzt IMs.

Es wird natürlich keiner etwas dagegen haben wenn man untereinander abspricht und zu zweit oder dritt ist.


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