Eine rätselhafte Dunkelelfe taucht auf (Juni 2008)

Sir Mann war als Botschafter des Elfenlandes unterwegs nach Rhiannon und traf dort den König des Landes – Setana. Er lernte die Sitten und Gebräuche des Landes kennen und knüpfte neue Freundschaften. Als er wieder zurückkehrte, schlich eine geheimnisvolle Gestalt durch das Elfenland.

Die mysteriöse arrogante Dunkelelfe durchsuchte die Bibliothek des Turmes und fragte die Elfen auf herablassende Weise nach einem alten Buch. Doch ihren Namen wollte sie nicht preisgeben.

Die Dunkelelfe: Hey ihr da!
Die Dunkelelfe: Was seid ihr denn für ein Haufen?
Sir Mann: Oh, wilklkommen im Elfenland
Die Dunkelelfe: Du sprichst aber einen seltsamen Dialekt, Fremder.
Die Dunkelelfe: Wollt ihr abhauen oder was?
Sir Mann: tritt doch näher und sag uns wer du bist.
Die Dunkelelfe: Nein danke..ich ertrag den Geruch von Euch Weißbroten nicht.
Sir Mann: Warum so unfreundlich?
Königin Xiue : Lasst uns gehen.
Die Dunkelelfe rümpft die Nase.
Königin Xiue : Bis später, Unbekannte *winke*
Die Dunkelelfe: tsss..
Sir Mann: Wir müssen leider los.
Die Dunkelelfe: Geht, was hindert euch?
Die Dunkelelfe: Angsthasen suchen immer das Weite
Sir Mann: Du hast Dir einen schlechten Augenblick ausgesucht.
Die Dunkelelfe: Pah..
Die Dunkelelfe: Na los..nur zu..geht..und ich muss euren Gestank nicht mehr ertragen
Die Dunkelelfe: Was soll das werden wenn es fertig ist?
Sir Mann: Was suchst Du hier?
Die Dunkelelfe: Jedenfalls nicht so was wie dich
Elfe Rika: dann bist du hier falsch
Elfe Rika: hier gibt’s nur solche
Sir Mann: aber nutze Deine Chance und schau Dich um.
Die Dunkelelfe: Das habe ich schon getan.
Sir Mann: Und?
Elfe Rika: scheinbar gefällts ihr hier
Elfe Rika: sonst wär sie schon weg
Sir Mann: Hast Du etwas schönes gefunden?
Die Dunkelelfe: Das Land wäre brauchbar für die Leichen unser Krieger.
Sir Mann: Hallo Pumi
Zauberer Pumi: ich wüsche einen guten abend
Sir Mann: eurer Krieger?
Sir Mann: Wie heisst Du?
Sir Mann: Woher kommst Du?
Die Dunkelelfe: Das geht euch nichts an.
Sir Mann: Was willst Du?
Sir Mann: Wohin führt Dich Dein Weg?
Die Dunkelelfe: Warum so neugierig?
Sir Mann: es interessiert mich mit wem ich rede.
Die Dunkelelfe: Pah…ich werde schon finden was ich suche.
Sir Mann: Du suchst etwas bestimmtes?
Sir Mann: Vielleicht können wir Dir helfen?
Die Dunkelelfe: Und so einem Wicht wie dir werde ich nicht sagen wer oder was ich bin.
Sir Mann: ..oder auch nicht.
Elfe Rika: die is ganz schön frech die kleine
Sir Mann: Wenn DU etwas besonderes wärest, dann würden wir Dich kennen.
Zauberer Pumi: wir können euch auch helfen werden wir es tun auch ohne zu wissen wer ihr seit1
Die Dunkelelfe: Ihr seid so unbedeutend.. da werdet ihr nie etwas erfahren, was in der Welt vor sich geht oder wie die Mächte sich verteilen.
Sir Mann: Du nimmst den Mund sehr voll.
Zauberer Pumi: wenn IHR das meint …
Sir Mann: Vergisst Du wo Du bist?
Sir Mann: Du bist im Land der Elfen,
Sir Mann: Elfen sind gutmütige Wesen.
Die Dunkelelfe: Ich bin hier in einem kleinen Tal voller Angsthasen *lacht aus voller Kehle*
Sir Mann: Wesen mit einem grossen Wissen.
Elfe Rika: dann würden wir hier nicht stehen wenn wir ach so dolle Angsthasen wären
Zauberer Pumi: und einer reinen seele
Die Dunkelelfe: Dumm und ängstlich trifft es eher.
Die Dunkelelfe: Wenn ihr wüsstet wer vor euch steht, würdet ihr euch in euren Baumhäusern verkriechen.
Sir Mann: da wir es nicht wissen, haben wir keinen Grund dazu.
Sir Mann: also
Sir Mann: wer seid ihr?
Elfe Rika: die hat schiss das sie uns ihren Namen nicht nennt
Die Dunkelelfe: Das werdet ihr noch früh genug erfahren…
Sir Mann: so sieht es aus.
Zauberer Pumi: oh ja das werden wir
Sir Mann: Du bist eine Drow?
Die Dunkelelfe: Noch müsst ihr das nicht wissen.
Elfe Rika: eine schissdraw
Zauberer Pumi: und alleine
Die Dunkelelfe: Werde nicht frech, blaues Ding. *funkelt die Elfe an*
Sir Mann: Noch.. das klingt geheimnisvoll..
Elfe Rika: blaues ding
Elfe Rika kichert
Zauberer Pumi: kann die dinge nicht beim Namen nennen….
Die Dunkelelfe: Aber ich muss schon zugeben, eure Bibliothek ist beachtlich. *murmelt unverständlich*
Zauberer Pumi: und unsortiert
Zauberer Pumi: hihi
Sir Mann: Unsere Bibliothek beherbergt das Wissen von jahrtausenden.
Die Dunkelelfe: Wolltet ihr nicht irgendwohin, Hasenpupse?
Sir Mann: In ihr steckt unser ganzen Wissen. Da Wissen unserer Ahnen..
Zauberer Pumi: das wird es nicht wissen wollen
Zauberer Pumi: es weiß ja schon alles besser
Sir Mann: Pumi, denk an ihr Worte
Die Dunkelelfe: Ist mir egal..ich verbrenne den Rest sowieso.. wenn ich finde was ich suche.
Sir Mann: Ahh, Du bist auf der Suche nach Wissen wie es scheint.
Zauberer Pumi: was sucht ihr dann kann ich euch helfen
Die Dunkelelfe: Pah.. wie wollt ihr Dummköpfe mir helfen wollen. Wo ihr selbst nicht einmal wisst wer oder was ich bin.
Sir Mann: Es ist eine Form der Höflichkeit, sich vorzustellen. Vor allem wenn man schon danach gefragt wird.
Die Dunkelelfe: Euch Pack muss ich mich nicht vorstellen…aber vielleicht könnt ihr mir doch von Nütze sein. *grübelt*
Sir Mann: Wenn Ihr uns Pack nennt, werden wir sicher nicht hilfreich sein.
Sir Mann setzte ein ernstes Gesicht auf
Die Dunkelelfe: Ihr werdet mir schon noch gehorchen, verlasst euch drauf.
Sir Mann: Das wollen wir sehen.
Die Dunkelelfe: Aber mir ist es überdrüssig noch länger meine Zeit mit euch zu verschwenden.
Sir Mann: Wir sind ein freies Volk.
Sir Mann: Der einzigen der wir folgen ist unserer Königin.
Die Dunkelelfe dreht sich wortlos um und lässt das Gesinde stehen.
Sir Mann: Königin Xiue.
Zauberer Pumi: und werden es ohne Zweifel bleiben
Elfe Rika: blöde kuh
Sir Mann: hmm..
Sir Mann: da ist wieder was im Gange.
Elfe Rika: hm
Elfe Rika: aber was und woher
Zauberer Pumi: und wieso

Wenig später, als die Elfen noch am rätseln waren, traf Elyion, der Reisende im Land ein.

Sir Elyion: Mae govannen, mellon.
Zauberer Pumi: seit gegrüßt fremder wie kann ich euch behielflich sein?
Sir Elyion: Ich spürte eine fremde Energie in der Ferne und bin so schnell ich konnte zurückgereist.
Zauberer Pumi: eine fremde Energie? zurückgereist?
Zauberer Pumi: ward ihr schon mal hier
Zauberer Pumi: ich sah euch hier noch nicht ?
Sir Elyion: Ja, ich war eine Tagesreise entfernt von hier. Als ich spürte, dass etwas Böses diesen lieblichen Ort umhüllte.
Sir Elyion: Ich war zu Gast bei der ehrenwerten Elamanu und der weisen Maui.
Zauberer Pumi: in der tat war eine sehr düstere gestallt anwesend
Sir Elyion: Doch nun scheint sie fort zu sein..
Sir Elyion schaut sich prüfend um
Zauberer Pumi: ja sie zog es vor zu gehen
Sir Elyion: Sie?
Sir Elyion: Die böse Aura hatte eine Gestalt?
Zauberer Pumi: ihr seit ein weiser und erfahrener Mann
Zauberer Pumi: ja das hatte sie
Zauberer Pumi: wollte aber ihren Namen nicht nennen
Zauberer Pumi: ich denke aus angst
Sir Elyion: Es muss wohl mehr dahinter stecken, als es den Anschein hat..
Sir Elyion: Verzeiht, dass ich mich noch nicht vorstellte.
Sir Elyion: Mein Name ist Elyion, ich war gerade auf dem Weg Richtung Tûlmar..als mich diese Sorge um Euer Land erfasste.
Zauberer Pumi: es gibt nichts zu verzeihen, ich stellte mich auch nicht vor
Zauberer Pumi: ich bin Pumi Feld Hüter der Quelle des Elfenlandes
Zauberer Pumi: und eure sorge um unser land ehrt uns
Sir Elyion: Von welcher Quelle sprecht ihr werter Freund..der Quelle des Lichts, die in der Ferne erstrahlt und die Suchenden zu diesem Ort ruft?
Zauberer Pumi: die quelle des Wissens welches in dem Turm hinter euch das alte wissen der elfen schütz
Sir Elyion: Ich verstehe. Nun..das ist auch eine sehr wichtige Quelle.
Zauberer Pumi: in der tat
Zauberer Pumi: und eine sehr umfangreiche dazu
Pumi Feld lächelt
Zauberer Pumi: wo ist eure heimat wenn ich fragen darf?
Sir Elyion: Ich hoffe aber Ihr habt auch ein Auge auf das Licht, das in den Herzen der Elfen erstrahlt und Neue zu sich ruft..die Flamme der Liebe sie flackert noch schwach, aber sie ist stark genug um verlorene Wesen zu rufen.
Sir Elyion: Ich bin dort zu Hause, wohin mein Herz mich ruft.
Zauberer Pumi: verlorene wesen zu retten ist keine leichte sache aber ein ziel kann es sein
Zauberer Pumi: wie schön das euer herz euch hierhin fürte
Sir Elyion: Ja…wenn ich daran denke, wie Lady Maui erzählte, dass ihr einziges Ziel ist, das Gute in die Herzen der Menschen zu pflanzen durch ihre Liebe, das hat mich sehr beeindruckt
Zauberer Pumi: maui ist auch wenn ich sie noch nicht lange kenne eine sehr weise und reine elfe deren rat ich immer gerne beherzige
Sir Elyion schließt die Augen und genießt die sanfte Briese.
Sir Elyion: Ja, Ihr tut wirklich gut daran auf sie zu hören.
Zauberer Pumi: ihr seit nicht zufällig in Magie bewandert?
Sir Elyion: Nun, ich setze die Magie nur im äußersten Notfall ein.
Zauberer Pumi: in der tat mache ich mir ein wenig sorgen um unser wissen …
Wenig später, als die Elfen noch am rätseln waren, traf Elyion, der Reisende im Land ein.
Sir Elyion: Habt Ihr den Zauber der Bibliothek schon erneuert?
Zauberer Pumi: ich habe noch nicht erfahren wie ich es anstellen muss. denn ich bin noch sehr unerfahren in der Ausübung von Schutzzaubern
Sir Elyion: Ich verstehe..das ist eine schwierige Sache.
Zauberer Pumi: oh ja
Richterin Annemarie: grüße dich pumi , willkommen fremder wanderer im elfenland
Sir Elyion: Der alte Zauberer soweit ich hörte, verließ diese Welt um zu seinesgleichen zurückzukehren. Doch leider weiß ich nicht was meinen Bruder dazu trieb.
Zauberer Pumi: guten abend werte richterin
Zauberer Pumi: eurer bruder jan?
Richterin Annemarie: oh jans bruder?
Richterin Annemarie: von unsrem zauberer der leider so selten hier verweilt
Sir Elyion: Einer der früheren ausgesandten Istari, sein Name war Muigendil..ich glaube er wurde auch Jan gerufen..*grübelt* und man könnte sagen, er ist mein Bruder..
Sir Elyion: Aber unsere Wege kreuzten sich nie..jeder ging seines eigenen Weges.
Richterin Annemarie: so ist dass mit Brüdern
Zauberer Pumi: dann könntet ihr mich in schutz zaubern unterweise?
Richterin Annemarie: ich laß euch mal zauber austauschen muß nach dem land sehen
Sir Elyion: Hm..ich werde darüber nachdenken..gebt mir etwas Bedenkzeit..
Richterin Annemarie: bis später
Zauberer Pumi: bis bald
Zauberer Pumi: annemarie
Zauberer Pumi: gerne gebe ich euch bedenkzeit
Sir Elyion: Bis bald..oh..sie ist immer sehr schnell fort.
Sir Elyion: Die Richterin war schon bei meiner Ankunft sehr geschäftig tätig. Sie muss wohl viele Dinge verantworten.
Zauberer Pumi: ja da sprecht ihr wahre Worte
Zauberer Pumi: sie ist ein teil dieses landes wie ein teil des landes sie ist
Sir Elyion: Momentan spüre ich keine Gefahr..ich hoffe sie kehrt nicht wieder
Zauberer Pumi: sie ihr meint das böse wesen das ihr spürtet, könnte eine sie sein?
Sir Elyion: Sie, die Gefahr..die über dem Elfenland schwebte
Sir Elyion: Welche Form sie auch immer haben mag, sie ist nicht zu unterschätzen
Zauberer Pumi: sie kam mir sehr verloren vor und haserfüllt
Sir Elyion: Hm…
Sir Elyion: Ich werde sofort nach Tûlmar aufbrechen und meinen Auftrag erledigen und so schnell wie möglich zurückkehren.
Sir Elyion: Sagt bitte der Königin, dass sie mich rufen soll, wenn wieder Gefahr droht.

Zauberer Pumi: das ist sehr freundlich von euch
Zauberer Pumi: das werde ich tun sobalt ich sie sehe
Sir Elyion: Gut, ich danke Euch.
Zauberer Pumi: mögen unsere wege sich bald wieder kreuzen werter Sir Elyion
Sir Elyion: Das werden sie. Darauf gebe ich Euch mein Wort.
Zauberer Pumi: eurer wort ist mehr als genug habt dank
Sir Elyion: Doch nun muss ich fort. Ich hoffe, es wird euch gut ergehen, bis ich wiederkehre.
Zauberer Pumi: das wird es sollange mir die sterne den weg erhellen
Sir Elyion nickt freundlich.
Pumi Feld verbeugt sich zum abschied
Elfe Elamanu: Seid gegrüßt, Pumi und edler Wanderer Elyion
Sir Elyion: Stellt Euch mit Mut der Gefahr, wenn sie eintreten sollte und achtet auf die Elfen.
Zauberer Pumi: das werde ich allezeit mit allem einsatz tun weter herr eyilion
Zauberer Pumi: elyion
Sir Elyion: Seid gegrüßt werte Elamanu. Leider habt Ihr mich in der Sekunde meines Aufbruches angetroffen und ich muß mich schweren Herzens von euch verabschieden.
Elfe Elamanu: schade, aber mögen die Sterne über Eure Wege leuchten
Sir Elyion: Das werden sie. Ich danke euch. *verneigt sich*
Sir Elyion: Gehabt euch wohl.
Sir Elyion nickt zum Abschied und geht Richtung Wald.

Ein vermeintlich neues Zuhause (Mai 2008)

Xiue überlegte die Regentschaft an ihre Schwester zu übergeben und mit ihrem Liebsten nach Araglaur Gûrtrann zu ihrer Tochter zu ziehen. Aramaki war schon mit allem Gepäck vorgereist und nun war es an der Zeit, dass sie sich auf den Weg machte.

Schillernd kräuselten sich die Wellen unter den Füßen der Elfe, als sie zur Landung ansetzte. Die Sonne erhob sich majestätisch aus dem tiefen Blau des Meeres. In Xiues Augen spiegelte sich der gelbe Feuerball wider und es schien, als wenn es das Leuchten ihres Herzens war. Bald würde sie ihre Familie in die Arme schließen können. Mit pochendem Herzen betrat sie den weißen Strand. Sie spürte wie die Kraft Amazoniens jede Faser ihres Körpers durchflutete. Die Elfe atmete tief ein und genoss den leicht rauen Wind, der ihr durchs Haar fuhr. Es war das erste Mal, dass sie dieses Land als ihre neue Heimat betrat.

Lange stand sie dort und schaute aufs Meer hinaus, dachte über ihre Vergangenheit und die Zweifel nach, die ihre Gedanken wie die Wellen des Meeres in Wallung brachten. Salzige Luft durchfuhr ihre Lunge und ihre Nasenflügel bebten bei jedem Atemzug. Leicht hob sie den Kopf und ihre Pupillen verkleinerten sich. Ein Gefühl der Zuversicht erfasste ihr Herz.

Sie straffte ihre Schultern und ging Richtung Marktplatz. Dort sah sie in der Ferne den Seraphim, der sich mit einigen Amazonen unterhielt. Da war es wieder… dieses sehnsüchtige Gefühl, das ihr kleines Herz so sehr in Besitz nahm, seit sie Aramaki von seinem gebrochenen Herzen geheilt hatte und ihre beiden Seelen miteinander verbunden waren. Xiue seufzte und schloss ihren Seraphim glücklich in die Arme. Unter dem Geleit der Amazonen machten sie sich auf den Weg nach Araglaur Gûrtrann.

Stolz und schön erstreckte sich das weite Land Amazonien. Die Elfe wanderte mit neugierigen Augen über jeden Baum und jeden Strauch. Obwohl ihr alles so vertraut erschien, wirkte gleichzeitig alles so neu für sie. Würde sie hier wirklich glücklich werden? Wieder mit diesem mulmigen Gefühl im Bauch, stand sie schließlich vor dem Eingang von Araglaur Gûrtrann. Friedlich grasten die Rehe zwischen den Bäumen und die Bienen summten emsig in der Ferne. Xiue fasste sich ein Herz und trat durch das steinerne Tor. Ein kleiner Schritt, der in der Elfe eine Flut von Gefühlen auslöste. Tief in ihrem Innern war noch die Liebe zu ihrem alten Land verwurzelt und wurde konfrontiert von dem Wunsch mit ihrer Familie zusammen zu sein. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Xiue schluckte und wischte die Tropfen fort, die über ihre Wangen rannen. Die Elfe versuchte sich zur Ruhe zu zwingen, doch sie war einfach zu überwältigt von all den neuen Eindrücken. Neue Tränen glitzerten in ihren Augen.

Malerisch und zauberhaft schön war Araglaur Gûrtrann. Staunend und mit offenem Mund schaute sich die kleine Elfe um. Der Hausbaum der Elfen stand erhaben wie ein Wächter inmitten der Bäume und legte seinen großen Schatten über das Land. Goldenes Wasser plätscherte aus rauem Gestein und Blumen übersäten das weiche Moos des Waldbodens. Xiue wanderte wie benommen durch die schöne Landschaft, alles erschien ihr wie ein Traum…

Die Elfe nahm den Zauber dieses Landes mit allen Sinnen wahr – den würzigen Geruch der Wiesenkräuter, das Zwitschern der Vögel, die auf den Ästen munter umherhüpften und die sanfte Briese, die ihr Gesicht umspielte. Doch der wahre Schatz dieses Landes stand mit einem Male vor ihr: Es war ihre geliebte Familie. Xiue wurde mit einer stürmischen Umarmung begrüßt. Überglücklich schloss sie ihre Tochter und die beiden Enkelinnen in ihre Arme. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen und Xiue wünschte sich, dieser Augenblick würde ewig währen.

Xiue verbrachte seit ihrer Ankunft eine wundervolle Zeit mit ihrer Familie und die Tage vergingen wie im Fluge.

Die Elfe unternahm in den darauffolgenden Tagen noch einige Reisen in ihr altes Land, doch wurden sie mit der Zeit immer weniger. Der Aufbau des neuen Landes neigte sich langsam dem Ende zu. Neugierige Amazonen und Reisende aus fernen Ländern bestaunten die Schönheit von Araglaur Gûrtrann.

Allmählich kehrte der Alltag ins Elfenreich ein. Xiue nahm mit Elan ihre neuen Aufgaben in Araglaur Gûrtrann wahr. Candia, die Weise, stand ihr mit Rat und Tat zur Seite. Xiue war von Tag zu Tag erstaunter über die Weisheit ihrer geliebten Ratgeberin. Ihre Tochter war wirklich erwachsen geworden.

Eines Morgens, der Tau rann noch von den Blättern und die Blumen reckten ihre Köpfchen Richtung Lichtstrahlen, die sich wie feine goldene Fäden durch das Blätterdach des Waldes zogen. Xiue stand wie jeden Morgen auf der Spitze des Hausbaumes und schweifte mit ihren Blicken über Amazonien. Ihre Gedanken reisten in die Ferne und berührten fast das Meer, als sie plötzlich ein leises Flüstern vernahm. Was war das? Doch so schnell wie das Flüstern gekommen war, war es auch wieder verschwunden. Die Elfe schnappte erschrocken nach Luft. Sie fühlte eine unerklärliche Schwäche in sich. Doch tat sie die Erfahrung mit einer Handbewegung als Einbildung ab und dachte nicht weiter darüber nach.

Die darauffolgenden Tage verliefen ruhig. Beim Feuergespräch bei den Amazonen gab es vieles zu erzählen. Es wurde verkündet, dass der Elfenrat Xiue zur neuen Königin von Araglaur Gûrtrann ernannt hatte. Nun war es also offiziell. Die Elfe fühlte die Freundschaft, die ihr die Amazonen entgegenbrachten. Xiues Blick wanderte von Gesicht zu Gesicht – sie alle hatte die Elfe in ihr Herz geschlossen.

Aramaki, Xiues Herzensverbundener, begab sich am Morgen darauf auf eine längere Reise. Xiue spürte wie ihr Herz krampfte. Der Abschied fiel ihr sehr schwer, doch fasste sie die Zuversicht, dass er bald zurückkehren würde. Um auf andere Gedanken zu kommen, spazierte Xiue als Einhorn getarnt durch Amazonien und sah plötzlich in der Taverne eine Wölfin vor sich liegen. Die Königin der Elfen zitterte am ganzen Körper. Angstschweiß perlte ihren Körper herab. Doch was war das? Die Wölfin blieb friedlich und machte nicht einmal Anstalten, sie fressen zu wollen. Xiue wurde langsam ruhiger. Der Fluchtinstinkt, der in Einhorngestalt, besonders stark war, verflüchtigte sich. Beide beschnupperten sich neugierig und Xiue unterhielt sich eine Weile mit ihr. Die Elfe konnte es nicht fassen – ein so friedliches Wesen hier in Amazonien? Kopfschüttelnd und ungläubig kehrte sie bald darauf in ihr Elfenreich zurück.

Am nächsten Morgen ging Xiue durch den Wald und setzte sich in das weiche Gras. Sie öffnete ihren Geist und spürte wie das Leben um sie herum pulsierte – die Ameisen unter dem Gras, die Schmetterlinge, die gierig den Nektar aus den Blüten schlürften und das atmende Grün des Waldes. Jedes Wesen und jede Pflanze schien zu leuchten, jedes in einer anderen Farbe. Xiue war erfüllt von Freude als sie die Vielfalt des Lebens wahrnahm. Ihre leichte Niedergeschlagenheit verflog und Xiue tastete mit ihrem Geist weiter nach den Auren, die in ihrer Nähe waren. Da spürte die Elfe etwas, das ihre Aufmerksamkeit auf sie zog. Etwas sehr mächtiges, unbekanntes. Xiues Flügel zitterten. Sie spürte den uralten Zauber, der ihren Geist mit Macht an sich zog. Ein Flüstern, wie das Rauschen eines Wasserfalls, wurde lauter… doch Xiue verstand die Worte nicht. Die Königin wehrte sich, versuchte wieder aus ihrer Trance zu erwachen. Ihre Energie entwich immer mehr aus ihrem Körper, strömte zu der unbekannten Kraft. Xiue fühlte sich benommenund ihr Herz raste vor Angst. Mit einem verschluckten Schrei brach die Elfe bewusstlos zusammen.

Maryan fand ihre Omi, als sie gerade wieder erwachte. Die kleine Amazone war völlig in Sorge. Mit wackeligen Beinen umarmte Xiue ihre Enkelin. Maryan war völlig in Tränen aufgelöst und Xiue versuchte sie mit sanfter Stimme zu beruhigen. Die Elfe fragte sich, was geschehen war, doch ihre Erinnerung war vage. Sie erinnerte sich nur noch an dieses Flüstern und wie sie dabei schwächer wurde.

In den darauffolgenden Tage häuften sich die Vorfälle, wenn sie meditierte und Xiue war in großer Sorge. Doch um ihre Familie nicht zu sehr zu beunruhigen, versuchte sie es zu verheimlichen.

Die Elfe war froh, dass ihre Freundinnen aus Amazonien sich um sie kümmerten und ihr Gesellschaft leisteten.

Als sie gedankenverloren durch Amazonien streifte, traf sie auf Sam, doch sie war so benommen, dass sie die Amazone nicht gleich wahrnahm. Sam machte sich große Sorgen und Xiue platzte mit der Wahrheit heraus. Sie erzählte, dass langsam ihre Zauberkräfte versagten und ihr nicht einmal mehr eine einfache Verwandlung in einen Teil ihrer Selbst gelang. Xiue war zu einer Hälfte ein Einhorn und es war einfach für sie, diese Gestalt anzunehmen. Doch nun, wo ihre Kraft sie derart verließ, schaffte sie nicht einmal das. Sam warnte die Königin vor den Rebellen und geleitete sie in ihr Elfenreich zurück.

Xiues Freunde kamen in diesen Tagen zu Besuch und lenkten die Königin mit ein paar Zauberspäßchen ab. Maryan aber machte sich Sorgen um ihre Omi. Xiue hörte nun das Flüstern auch ohne zu meditieren und ihre Zauberkraft war bereits gänzlich erloschen. Die Elfe vergaß in dem Moment ihren Kummer und neckte mit ihren Freunden herum, als sie plötzlich wieder dieses Flüstern vernahm. Xiue spürte die starke Anziehungskraft, die ihren Geist von ihrem Körper zu trennen schien. Die Königin der Elfen hatte langsam keine Kraft mehr, sich dagegen zu wehren. Das Flüstern vieler Stimmen hallte durch die Dunkelheit in ihrem Innern – undeutlich und furchteinflößend.

Das Stimmengewirr schien sich diesmal zu einem Chor zu vereinen. Tief grollend und mit donnerndem Rauschen vernahm sie den Ruf: „Xiue Elnaira Yalin…“ Xiue hielt den Atem an. Wer rief sie da? Wie ein reißender Strudel versuchte die Kraft sie zu sich zu ziehen. Xiue atmete schwer und ihr Herz pochte wild. Sie fürchtete sich vor dieser uralten Kraft. Die Elfe biss sich schmerzerfüllt auf ihre Lippen, mobilisierte ihre letzten Reserven, um ihren Geist zurückzuziehen. Erschöpft brach sie zusammen. Die große Besorgnis ihrer Freunde vernahm sie nicht mehr. Xiue war in einen tiefen Schlaf gefallen.

Maryan bat den Beschützer der Elfen Xiue in ihre Gemächer zu tragen. Vorsichtig brachte er die Königin nach oben und legte sie behutsam auf ihr Bett.

Die kleine Enkelin legte sich neben ihre Omi. Sie schluchzte leise und überlegte, ob sie die Heilerin der Amazonen holen sollte. Tränen kullerten ihre Wangen herunter. Xiue umarmte ihre Enkelin unbewusst. Die Elfe schlief nun ruhiger und Maryan kuschelte sich eng an ihre Omi.

Die Weise Candia, merkte immer mehr wie ihre Mutter schwächer wurde, besonders als ihre Tochter ihr erzählte was geschehen war, während sie nicht da war. Sorgenvoll rief Candia den Rat zusammen, in der auch ihre Mutter, die Königin war. Man beratschlagte sich was zu tun sei um das mögliche Unheil abzuwenden. Als dann auch noch eine Hilferuf aus ihrer alten Heimat sie während der Versammlung erreichte wurde entschlossen das es sicherlich ratsamer war das Xiue wieder dorthin zurückkehrt. So würden zwei Sorgen zu gleich von der Königin abfallen. Als der Tag des Abschiedes nahte, wurde es Candia eng um ihr Herz und die Tränen stiegen ihr unaufhaltsam in die Augen. Liebevoll umarmte sie ihre Mutter und sie versprachen sich gegenseitig mit Brieftauben stets in Kontakt zu bleiben. Viel Zeit ist seither vergangen, Candia hatte die Regentschaft über das Elfendorf Araglaur Gûrtrann von ihrer Mutter übergeben bekommen und versuchte stets das beste im sinde des Dorfes zu tun.

Nach einer ruhigen Nacht erwacht Candia in ihrem Bett und streckt sich genüsslich, ehe sie aufstand und auf den Balkon vor den Schlafgemächern der königlichen Familie trat. „Es ist heute wahrlich ein wunderschönen Morgen. Wie es wohl meinem Sonnestern Maryan bei den Amazonen gehen mag?“ Nachdenklich steigt die Weise des Elfendorfes Araglaur Gûrtrann den gewendelten Steg hinunter in den Thronsaal und dann hinaus in das Dorf, um ihren Rundgang durch dieses zu beginnen. Es ist hier so ruhig geworden seit meine werte Mutter, die Königin des Elfenlandes in dieses zurückgekehrt ist und meine ältere Tochter Atalia sie vorübergehend begleitet hat. Auch mein Liebster ist nun schon seit langem auf Reisen, dachte sie still bei sich und betrachtet dabei nachdenklich die Quelle des Lebens, als sie eine Stimme vernimmt. Erschrocken reist sie den Kopf herum und betrachtet die Umgebung, nichts, nicht einmal ein Vogel war zu sehen, was sehr seltsam war zu dieser Jahreszeit. Aber auch die Stimme war nicht mehr zu vernehmen. Irritiert und etwas nervös ging sie wieder in den Thronsaal und setze sich auf den Thron um zu überlegen was dies gewesen sein könnte. Sie erinnerte sich wieder was mit ihrer Mutter damals geschehen war und hoffte inständig das es sich nun nicht bei ihr wiederholte. In Gedanken an ihre Tochter blickte sie aus dem Durchgang des Thronsaals hinaus auf das wunderschöne Dorf.

Ein Freund geht fort (April 2008)

Zu Beginn der vierten Tageswache erhielt Xiue eine Nachricht, die zutiefst ihr Herz erschütterte. Muigendil, der teure Freund hatte die Welt verlassen und war zu seinesgleichen zurückgekehrt. Wusel war ebenfalls fort und das Elfenland schien in Trauer zu versinken. Die Vögel verstummten mit ihren Liedern und der Wind blies eisig durch die Blätter der Bäume. Einsam stand sie in ihrem Land. Er war einfach fort. Xiues sonst so fröhliches übermütiges Herz krampfte zusammen. Noch Tage zuvor hatte sie mit ihm Späße getrieben. Xiue nahm ihre Chronik zur Hand und schrieb mit zitternder Feder:

„Heute ist mein Herz von tiefer Trauer erfüllt, denn ich habe meinen engen Freund und Mentor verloren. Möge Frieden auf dir ruhen, treuer Freund, wo immer deine Pfade dich hinführen mögen. Gutes möge dir beschieden sein wo immer du auch verweilen magst.“

Wusel kam einige Tage später wieder, doch er schwieg über die Gründe für Muigendils schnellen Aufbruch. Xiue vermutete, es mußte etwas sehr Schlimmes gewesen sein. Vielleicht wird es eines Tages enthüllt werden oder vielleicht kehrt er auch zurück.

Auf Reisen (April 2008)

Die Königin war einige Tage später dann mit ihrem Beschützer, dem Elfen Mann, im Land Araglaur Gûrtrann zu Besuch. Candia empfing ihre Mutter mit Freude und zeigte ihr ihre neue Heimat.

Die Elfen wurden auch in einer fernen Stadt zu einem großen Tunier geladen und alle waren von großer Neugier ergriffen. Es erregte einiges Aufsehen als die kleine Schar durch das Stadtor spazierte und sich neugierig umschaute. Alle warteten gespannt darauf, dass das Tunier öffnet wurde.

Viele Bewerber traten gegeneinander an, um am Ende den Jüngling und die Jungfrau aus der Hand der Drachen zu befreien. Nur der oder die Mutigste sollte dieses Vorrecht haben. Sogar Lillith, die Amazone, war angereist um daran teilzunehmen.




Am Ende trat Lillith als Sieger hervor, trat gegen den Drachen an und gewann das Tunier.

Ein kurzer Zwischenfall (April 2008)

Neue Feinde durchsteiften das Land. So kamen eines Tages auch zwei Dunkelelfen, die versuchten die Elfen zu bestehlen. Elyion, der Reisende, stellte sich mutig auf die Seite der Elfen. Er vermutete, dass ihm die beiden Dunkelfen gefolgt waren. Zum Glück waren die Elfen in der Zauberei gut bewandert und der Zwischenfall ging noch einmal gut aus. Die beiden Dunkelelfen machten sich schnellstens aus dem Staub. Elyion wurde als Gast freundlich aufgenommen und blieb noch einige Tage.

Rettung durch Liebe (März 2008)

Es war Mittag. Die Sonne hatte gerade den höchsten Stand erreicht, als Xiue im Dorf nach dem Rechten sah. Die Königin genoss die Wärme auf ihren Flügeln. Einer der Beschützer, der Elfen, genannt Mann, kam heran und beide unterhielten sich einwenig. Da spürte Xiue nicht weitentfernt eine Aura, die ihr bekannt vorkam, aber irgendetwas war anders. Xiue flog von Sorge getrieben zum Ufer des Flusses und sah Aramaki, den Seraphim, dort sitzen.

Die Elfe grüßte freundlich. Aramaki starrte traurig ins Wasser. „Ich genieße nur das letzte mal denn Anblick dieses Flusses…“ Xiue schaute verwundert zu Aramaki. „Was habt ihr?“, „Ich schaffe es langsam nicht mehr gegen die Krankheit anzukämpfen, mein Freund wird heute Abend kommen und mich umbringen bevor ich die komplette Kontrolle verliere…“ antwortete er. Die Königin war schockiert und erst jetzt fiel ihr auf wie sehr er sich verändert hatte.

Das strahlende Weiss seiner Flügel hatte sich in tiefes Obsidian verwandelt und seine Augen glühten wie die Glut der Lava. Anamaki erzählte von seinem gebrochenen Herzen durch das grausame Schicksal, das ihm widerfahren war. Wie ein Dämon seine Geliebte getötet hatte und niemand seinesgleichen würde ihm nun helfen. Es wäre den anderen Seraphim eher eine Freude ihn sterben zu sehen. Xiue war ganz erschrocken über diese Worte und fragte: „Gibt es denn nichts, was Euch helfen könnte?“

Er berichtete: „Doch es gibt etwas… aber ich weiß nur die Hälfte und somit wird es ein Rätsel bleiben… Auf einem alten Pergament stand einmal… ein gebrochenes Seraphim Herz kann nur geheilt werden.. wenn jemand anders mit dem Seraphim Herz spricht…“ Das Pergament stammte aus der alten Bibliothek der Saeraphim und nur ein Teil existierte noch. Doch Aramaki hatte eine Idee. „Durch einen wahren Kuss kann man in das Herz des anderen blicken und auch mit im sprechen…“ meinte er. Xiue schlug zitternd die Flügel. „Ob das auch die richtige Interpretation ist?“, „“Dies ist das einzige was mir einfällt… Ein wahrer Kuss… es ist ein Kuss der nicht nur geschieht weil er benötigt wird… oder aus Mitleid passiert…“  Xiue bekam einen nachdenklichen Gesichtsausdruck. „Ein wahrer Kuss also…hm … Ihr mögt recht haben.Aber hm*…vielleicht ist es möglich…“ Xiue war betroffen als sie dieser Gedanke ereilte. Sie erklärte: „Ich habe vor langer Zeit mein Herz versiegelt, damit kein Lebewesen je in mir Liebe entfachen kann, denn als Königin diene ich meinem Volk und nichts anderes sollte mein Herz vereinnahmen..“ Sie hielt mit pochendem Herzen kurz inne und zitterte vor Aufregung. „Doch wenn ich es jetzt öffne…dann…“, „Dann?“ fragte der Seraphim. Xiue schluckte und Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn. „Dann wird derjenige, dem ich Freundschaft entgegenbringe und den ich verehre, mein Herz erobern… und……dann wärt Ihr das…“ Sie umklammerte zitternd ihren Zauberstab und schaute voller Verzweiflung zu Boden.

Aramaki streichelte Xiue sanft über ihre Wange. „So etwas könnt Ihr nicht machen… das ist zuviel verlangt…Sagen wir einfach… das dies unser letztes treffen ist liebe Xiue…“ Xiue bebte am ganzen Körper und ihr Gesicht färbte sich vor Verlegenheit. „Aber…ich…Nein, dass werde ich nicht zulassen!“ Der Seraphim sah Xiue in die Augen. „Es muss aber so sein… ich kann dies nicht von euch verlangen und werde dies auch nicht…“ Sie flüsterte: „Doch…ich …möchte es.“, „Warum?“ Aramaki sah Xiue fragend an und streichelt ihr wieder sanft die Wange. „Weil…Ihr etwas ganz besonderes seid… und…ich brauch Euch…“ Xiue rann eine Träne über das Gesicht. „Aber…es hat auch seinen Preis…“ Sie nahm die Hand von Aramaki und legt3 ihr Gesicht hinein. Er wischte ihr die Träne aus dem Gesicht. „Ach xiue.. ich brauche euch auch.. und ich lebe gern bei euch… aber.. das ist zuviel verlangt..Was für einen Preis müsstet Ihr zahlen?“ Xiue schaute tief in die Augen des Seraphim. „Wenn ich es nicht machen würde…wäre ich es die vor Verzweiflung sterben würde… aber wenn ich es tue…bin ich immer an Euch gebunden…das ist der Preis…das Herz einer Elfe, wenn es einmal liebt…und wenn Ihr sterben solltet, werde ich Euch folgen…“, „Ihr kennt mich noch gar nicht solange liebe Xiue.. könntet ihr euch nicht ein leben ohne mich vorstellen?“, „Nein…dafür ist es nun zu spät…mein Entschluss steht fest…ich gebe mein Herz Euch zum Geschenk und wir beide werden leben… wenn nicht werden wir wohl beide sterben.“ Der Seraphim nahm seine Maske ab und schaute Xiue in die Augen. „Wollt Ihr das wirklich?“ Xiue antwortete entschieden: „Ich kann Euch nicht so aus dem Leben scheiden lassen, niemals könnte ich mir das verzeihen…“, „Es wäre nicht eure schuld das ich aus dieser Welt gehe“ . „

Xiue blickte mit Entschlossenheit und Stärke in ihren Augen zu Aramaki. „Auch wenn Ihr das sagt…doch mein Herz sagt etwas anderes..ich werde meinen Schwur lösen und den Zauber von meinem Herzen nehmen…und niemand wird mich nun daran hindern… Xiue wischte ihre Tränen aus dem Gesicht. „Ach xiue…macht es nicht…“, „Nein…auch dein Bitten wird meinen Entschluss nicht mehr ändern…“ Sie lächelte liebevoll, schloss dann ihre Augen und senkte ihren Kopf. Xiue murmelte einige Worte in der alten Sprache und Aramaki strich über ihre Wange. „Ich danke euch.. liebe Xiue“ Xiue schaute kurz zu Aramaki und dann gen in den Himmel. Ihr Herz pochte und leise flüsterte sie: „Ihr Gestirne über mir und ihr Elemente dieser Erde erhöret mich heute in diesem Augenblick. Ich lege meine Liebe und mein Herz und all meine Kraft vor Euch… erhöret mich, die ihr das Leben in die Welt entließet… ich nehme heute mein Gelöbnis zurück..“ Sie schaute mit funkelnden Augen zu und der Seraphim erwiderte ihre Blicke. Dann fuhr sie fort: „..möge mein Herz sich öffnen…und fortan dem gehören, den ich erwählt habe…“ Die Elfe legte ihre Hände auf ihr Herz und begann für einen kurzen Moment zu leuchten. Sie spürte wie die Wärme ihren Körper durchfuhr, schluckte und wolte ein Wort sagen, doch Aramaki lege einen Finger auf ihre Lippen. „Sag nichts…“ Mit sehnsüchtigen Augen blickte sie Aramaki an. Langsam kam er ihr näher, legte seine Hand um ihre Hüfte und strich über ihre Wange. Er blickte ihr tief in die Augen und fragte leise: „Wollt ihr das wirklich?“ Sie erwiderte Aramakis Blicken und legte ihre Arme um seinen Körper. „Das fragt Ihr noch.“ Liebe lag in ihren Augen. Aramaki lächelte und küßte sie sanft und doch leidenschaftlich. Er erkannte wieder dies warme vertraute Gefühl, das ihn durchströmte und er schon so lange vermißt hatte.

Er öffnete seine Augen, lächelte sie an und strich ihr übers Haar. „Xiue…? Ich… ich.. danke euch…“ Xiue öffnete ihre Augen und blickte wortlos und überwältigt in seine Augen. Dann flüsterte sie: „Ich..ich liebe Euch.“ Eine Träne rann ihr übers Gesicht. Aramaki wischte die Träne aus dem Gesicht. „Ich.. ich liebe euch auch..Ist es so schlimm?“  Ein Lächeln war auf seinem Gesicht. Xiue umarmte ihn voller Glück. Von nun an würde sie an seiner Seite sein.

Von den ganzen Gefühlen überwältigt, hatten beide nicht bemerkt wie sich Aramaki zurückverwandelt hatte. Er lachte vor Freude, als er seine Flügel sah: „Sie sind wieder weiß.“ Xiue war etwas in Sorge, dass sie von nun an ihr Volk nicht mehr mit vollem Herzen dienen könne, doch Aramaki verscheuchte ihre Zweifel. Sie setzten sich in einen der Pavillions und schmusten miteinander, als plötzlich Maryan ankam und die Verliebten vor Schreck von einander wichen.

Die kleine Amazone war etwas verlegen und wollte nichtt stören. Da sah Maryan, dass Aramaki wieder erlöst war und sie verstand, dass Xiue es gewesen war. Alle fielen sich in die Arme und Xiue erklärte vorsichtig, dass Aramaki fortan an ihrer Seite wäre. Maryan Schumann sprang Aramaki auf den Arm und nannte ihn verschmitzt „Opi“. Maryan lachte: „Omi hat Mami adoptiert, Mami hat Atalia und mich adoptiert und jetzt hat Omi sich neu verliebt. Ein ganz bunt zusammengewürfelter Haufen sind wir. Jetzt fehlt nur noch das Mami und Papi noch ein Baby bekommen dann ist die Famlie komplett“ Xiue schmunzelte bei Maryans Worten. Aramaki streichelte über Maryans Haare. „Du bist mir schon eine.“ Aramaki und Xiue verbrachten gemeinsam den Abend und genossen jeden Moment ihrer neuen Liebe…

Rückkehr nach Hause (März 2008)

Akikos Körper war am schlafen, ihr Geist verkümmert, die Seele zerbrochen, der Verstand geraubt. Maryan war talentiert, sie hatte bewiesen das sie besser ist als Akiko, und hat sich sogar gegen sie gestellt und mit einem Zauber angegriffen. Niemand verstand sie, niemand sah was in ihr vorging. Die Gefühle in ihr starben. „Liebe? Eine Illusion… niemand liebt mich…. Freunde? Niemand versteht mich, ich hab keine Freunde… Talente? Ich habe keine… stehlen kann ich… andere betrügen ein Talent? nein…. was mach ich überhaupt noch hier?“ Die Amazonen gaben ihr einst Hoffnung, die sie nie hatte auf ein besseres Leben, jetzt zerbrach die Hoffnung. Man machte ihr Mut, dass sie eine große Heilerin werden könnte, aber selbst die Elfen brachten ihr nichts bei, alles musste sie selber aus Büchern lernen, wie könnte sie da eine große Heilerin werden? Bestimmt nicht. Der irrwitzige Glaube Maryan beschützen zu müssen und zu können, Maryan kann sich selbst beschützen, sie hatte versagt. Sie dachte sie könne lieben, aber die Zurückweisung war vernichtend, er hatte nur mit ihr gespielt, Spielball eines Elfen. Sie fühlte nichts mehr, wenn sie andere ansah schien es als ob sie nur Zuschauer sei und das alles ein Alptraum sei. Sie spürte keine Berührungen, konnte nicht lächeln bei angenehmen klängen, Bücher wurden bedeutungslos, ihre wenigen schönen Erinnerungen lagen im Dunkeln und nicht mal das Messer spürte sie, wie es durch ihre Haut schnitt und das Fleisch darunter trennte. Maryan hatte alles, eine neue Mama, Kraft, Magie, beliebt. Sie fühlte sich als ob sie nichts hätte. Sie wollte nicht mehr das Elfenland sehen was ihr soviel Leid gebracht hatte, sie wollte keine einzige Elfe jemals wiedersehen. Bei all ihren negativen Gedanken erkannte Akiko nicht mehr wieviele sich um sie sorgten, wieviele ihr Talent sahen was sie leugnete. Ihr großes Herz was alle schätzten. An dem Morgen ging die Sonne auf und schien auf Akiko´s schlafenden Körper, gefangen im Bann von Maryan´s Zauber.

Als die ersten Sonnenstrahlen ins Baumhaus schienen, erwachte Maryan aus ihrem tiefen Schlaf, der nicht sehr erholsam gewesen war. Sie fühlte sich schwach, trotzdem kroch sie zu dem Fell ihrer Freundin, die sich unruhig hin und her wälzte. Sanft streichelte sie ihrer Freundin über den Kopf. „Psst, Akiko…es wird doch alles wieder gut.“ versuchte sie diese zu beruhigen und seufzte tief. „Wenn ich doch nur wüsste, wie ich dir helfen kann, du bist meine beste Freundin und ich hab dich gern. Genauso gern wie meine Ersatzmama Candia.“ Das kleine Mädchen fühlte sich hilflos. Was halfen ihr all ihre Magie wenn sie ihrer Freundin nicht helfen konnte, wo es ihr so schlecht ging. Am liebsten würde sie auf ihre Kräfte verzichten, wenn es dadurch Akiko nur wieder besser gehen würde. Maryan beschloss bei Akiko zu bleiben bis Mai oder sonst jemand aus Amazonien eintreffen würde. Sie legte sich neben ihre Freundin, schlang ihre Arme um diese und seufzte nochmal tief.  Mai spüret auch in der Ferne, dass es Akiko nicht gut ging. Akiko hatte vergessen was Mai sagte zu den Amulett: „Wenn deine dunkelste Stunde kommt, du dich drin verlierst, halte es fest und denk an Hellulun das Licht wird dir den Weg zeigen.“ Viel war Mai in Gedanken bei Akiko. Sie hatte die Kleine sehr in ihr Herz geschlossen, auch wenn sie manchmal frech war. Mai wünschte sich mehr um sie gekümmert zu haben. Sie war doch fast eine Tochter für sie. Tränenüberströmt sass Maryan im Baumhaus und hatte ein Pergament auf ihren Knien. Sie schrieb einen Brief an die Schamanin Regina Mai:

„Liebe Mai,

Candia und ich sind gestern überstürzt ins Elfenland aufgebrochen, nachdem ich einen blutverschmierten Brief von Akiko bekommen habe, in dem sie mir sagte, das sie nicht mehr leben möchte. Wir haben, weil wir so besorgt waren, versäumt den Amazonen Bescheid zu geben. Glücklicherweise haben wir Akiko gefunden, doch sie war am Boden zerstört und sie hat sich mit ihren Sai’s in die Arme geritzt.“

Ein paar Tränen flossen auf das Pergament und kurz konnte Maryan nichts sehen, weil sie so sehr weinen musste. Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte schrieb sie weiter.

„Es ist alles meine Schuld, ich war egoistisch und habe sie alleine gelassen. Ich habe gespürt das es ihr nicht gut geht und wußte, dass sie irgendein Blödsinn machen würde, wenn man sie allein lässt. Dann hat Mann sie auch noch versetzt und das hat ihr wohl endgültig das Herz gebrochen. Ich habe meine Magie eingesetzt und sie zum Schlafen gebracht. Bitte komme so schnell wie möglich ins Elfenland um nach ihr zu sehen. Ich mache mir solchen schrecklichen Vorwürfe.

Maryan“

Das Mädchen rollte das Pergament zusammen, band einen Faden drumherum und rief die treue Eule von Candia zu sich. Sie flüsterte der Eule leise: „Flieg so schnell du kannst zu Mai und überbringe ihr diese Nachricht“ Dann ließ sie die Eule los und sah ihr nach, wie sie in den Himmel entschwand. Nachdem Maryan die Eule nicht mehr am Horizont sehen konnte, legte sie sich auf ihr Fell und schaute zu Akiko herüber. Tränen überkamen das Kind und leise schluchzend hoffe sie, das Mai hoffentlich bald kommen würde.

Mai war auf Reise zu einem Schamanen Treffen was sie regelmäßig abhielten um Neues auszutauschen und Erfahrungen zu sammeln. Druidien und Schamanen aus der ganzen Welt kamen zu diesen Treffen. Mai legte eine Prüfung ab um eine Meisterin zu werden, mit Erfolg und viel Anstrengung legte sie die Prüfung ab und bestand. Als Erste Schamanin Meisterin befindet sie sich nun im Kreis der 10 mächtigsten und weisesten der Schamanen und war nun nach den Göttern eine der 10 mächtigsten Magier, als plötzlich Candias Eule auf einer Stange landete mit einer fest gebundenen Nachricht am Bein. Sie nahm die Nachricht an sich die von Maryan war Sie las sie und wurde kreidebleich. Erschrocken las Sie die Nachricht….wie konnte das nur geschehen warum das alles? Laut fluchte sie, die Erde in Amazonien bebte erneut, und ihr Schrei hallte über das ganze Land. Das kommt davon wenn man ein kleines Kind einfach wegschickt sie hätte hier bleiben sollen! Flucht und faucht Mai und springt herum. Lilith hat große Schwierigkeiten Mai zu beruhigen nachdem sie sich beruhigt hatte, packte Mai ihre Reisesachen sprang auf Ihren Besen Bobo im Gepäck Medizin, Kleidung und noch andere Sachen. Wie vom Teufel getrieben flog die Schamanin übers Land bis zu den Elfen dabei legte sie fast eine Kollision mit einem Baum, der im Weg stand, hin. Weder ein Kala noch sonst einen Gruß gab die wütende Schamanin von sich und marschierte geradewegs zu Akikos Lager. Sie kümmerte sich um sie und reiste mit der Kleinen nach Amazonien.

Akiko schritt mit ihren nackten Füßen langsam auf den kalten Stein und nahm einige tiefe Atemzüge. Der modrige Duft des alten Moors hatte sie vermisst und genoss es wieder in Amazonien zu sein. Amazonien war mehr als nur eine Schlafstätte für sie geworden, es war ihre Heimat, ihr Zuhause. Langsam schloss sie die Augen und umarmte sich selbst, dass Gefühl des Vertrauten war herrlich. Die ehrenwerte Richterin Atrista, die ehrwürdige Meisterin Mai und ihre beste Freundin Maryan hatten ihr gezeigt wieviel sie doch Wert war. Das Vertrauen wollte sie nicht enttäuschen. Sie bat Mai darum sofort die Prüfung als Heilerin ablegen zu dürfen und holte sich sogar den Segen der Richterin ein. Maryan spielte die Patientin und Mai stellte wichtige und auch knifflige Fragen. Am Ende bestand sie die Prüfung und wurde zur vollwertigen Heilerin ernannt. Als dann Mai mit Maryan sprach wegen ihrer Zauberkräfte verliess Akiko unauffällig die Höhle. Ein kleiner Spaziergang durch ihre Heimat, sie war nicht nutzlich, sie war jemand, sie war eine Amazone. Vorsichtig holte sie das rostige alte Messer hervor mit dem kaputtem Griff und betrachtete es eingehend. „Ich bin mir sicher du siehst mich und bist Stolz auf mich.“ Sprach sie zu sich selbst. Auf dem Messergriff war noch immer sein Name zu lesen und lächelnd steckte sie es wieder weg. Danach blickte sie in den Himmel und betrachtete die Sterne.

„Ich bin Zuhause.“

Ein gebrochenes Herz (März 2008)

Es war früh am Morgen. Die Sonne blinzelte keck zwischen den Bäumen hervor. „Guten Morgen, Akiko.“ Akilo rieb sich verschlafen die Augen und begrüßte den Elfen, den alle nur „Mann“ nannten. Er wunderte sich, dass sie schon so früh auf den Beinen war. Akiko fragte Mann: „Was schaut Ihr mich so an?“ Mann antwortete: “ Ich freue mich nur dich zu sehen.“, „Wir…wirklich?“ stammelte die kleine Amazone und lief rot an. Arkiko erzählte, dass Maryan noch schlief und sie etwas gelernt hätte. mann und Akiko setzten sich und unterhielten sich über den Seraphim. Dabei fil dem Elfen auf, wie Akiko ihre Schulter festhielb und ihr es peinlich war darüber zu sprechen, als er näher nachfragte. Schließlich platzte sie doch mit der Wahrheit heraus. Sie berichtete, wie ein Pfeil sie getroffen hatte, weil sie dachte der Seraphim wolle maryan etwas antun, weil sie Angst vor ihm hatte. Sie erzählte wie sie sich mit Aramaki angelegt hatte um Maryan zu beschützen. Der Elf war erstaunt und zugleich ein wenig entsetzt, mußte dann aber schmunzeln. „Kleine Amazone, du hast dein Herz am rechten Fleck.“ entfuhr es ihm. „Warst du deswegen schon bei Atalia?“ fragte er und reichte ihr mit diesen Worten eine kleine Dose, eine Salbe, die für solche Fälle genau richtig war. Die Amazone erzählte, dass Atalia kaum Zeit für sie hätte und sich sich alles aus den Büchern selbst beibrachte. Mann erklärte, dass Atalia zur Zeit alle Hände voll zu tun hätte und lenkte das Thema auf Maryan. Der Seraphim hatte in Maryan Ängste geweckt, wodurch sie ihre Zauberkraft erkannte und inzwischen sie akzeptiert hatte. Akiko erzählte Mann, dass sie Heilerin in Ausbildung war und sie diesen Weg gewählt hätte, um nicht töten zu müssen. Der Elf lächelte sie stolz an und bemerkte, dass er nicht verstünde, warum sie Little Terror genannt würde, wie Canui, der Wächter der Schwarzen Bibliothek sie genannt hatte.

Mann sagte zu Akiko frei heraus, wie er das nicht nachvollziehen könne: „Ich finde dich nämlich ganz lieb. Du bist eine sehr nette junge Amazonin. Es ist schön, dass ich dich kennenlernen durfte.“ Er zwinkerte der kleinen Amazone zu. „Mögt ihr mich echt?“ fragte sie schüchtern. „Ja Akiko, ich mag dich sehr.“ Bei diesen Worten fiel sie ihm um den Hals. „Oh, Akiko. Was machst du?“ fragte er erschrocken. Sie lief knallrot an und setzte sich wieder. Ihr Blick klebte am Boden. Der Elf kicherte und sagte: „Es ist schon in Ordnung. Ich sehe du magst mich auch sehr. Weißt du, das sind doch gute Bedingungen um Freunde zu werden.“ Doch er ahnte, dass mehr dahinter stecken könnte und schaute sie an. „Akiko, Du bist noch sehr jung.“, „Zu jung?“ fragte sie ihn erstaunt. „Hast du schon mal…hm… wie soll ich sagen… dich schon mal so gefühlt wie jetzt?“ Akiko schüttelte den Kopf und ahnte Böses. „Ich kenn mich ja nicht so genau aus bei den Amazonen, doch mir wurde ja erzählt, das Sie doch nur unter Frauen leben und sich Kinder ins Land holen und sie großziehen. Ich weiss nicht ob da Platz für Männer ist bei den Amazonen.. Oder?“ Akiko schwieg erst, doch sie sagte dann: “ So ist das nicht richtig. Männer sind dort gern gesehen, aber viele haben angst vor ihnen. Auch sind dort wenige, weil kaum einer damit klar kommt da Frauen das Sagen haben und wenn es keine Männer gibt, muss man sich Kinder aus anderen Dörfen holen. Das sollte eher die Ausnahme sein – ich bin so eine ausnahme…“ Der Elf hörte sehr interressiert zu. Akiko erzählte wie begehrt Amazonen bei Sklavenhändler waren und wie sie sie verkaufen wollten, als man sie nach einem Diebstahl gefangen hatte. Mann fragte erstaunt: „Wie bist Du entwischt?“ Akiko zupfte einen Draht aus ihrem Haar und hielt ihn hoch. „Mit diesem Draht? Einen Schlüssel nachgebogen?“ Akiko holte ein Schloss aus der Tasche und reichte es Mann samt Schlüssel. Er verschloss es gut und gab es der Kleinen. Binnen Sekunden hatte sie es dann mit dem Draht geöffnet. Der Elf war verblüfft, als er das offene Schloss in den Händen hielt. Dann wechselte er das Thema: „Zu jung, hast du gefragt. Ich glaube, du hast es selbst erkannt.“ Der Elf schaute Akiko an und hoffte, dass sie nicht weinen mußte. Akiko wurde blass im Gesicht, sie schaute zu Boden und ihre Augen wurden feucht. Sie schluchzte und Mann wollte sich am liebsten selbst ohrfeigen, dass er es so gesagt hatte, aber er meinte zu sich selbst, dass es so das Beste war. Er pflückte eine Blume und gab sie ihr und wollte sie in den Arm nehmen, um sie zu trösten. Als er mit der Hand über ihren Kopf streichen wollte, schlug sie die Hand fort und rannte davon.

Der Abend war angebrochen und der Beschützer machte sich große Sorgen um Akiko. Akiko beobachtete die Fische im Teich und der Elf kam langsam auf sie zu. „Akiko?“ fragte er, doch die Kleine reagierte nicht. „Akiko, darf ich mich neben dich setzen?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, setzte er sich zu ihr. „Akiko, schau dir die Fische an. Sie sind stumm, leben ihr Leben. Ihnen ist wahrscheinlkich nicht bewusst, was sie machen, sie kennen nur die Welt in der sie leben. Irgendwann ist das Leben vorbei und sie fragen sich nicht warum…“ Akiko nahm langsam ihre Blume aus dem Haar und ließ sie ins Wasser fallen. „Akiko, du stehst am Anfang deines Lebens…du hast schon viel gesehen und gemacht..Es wird immer etwas neues dazukommen, altes verschwinden.“ Die Amazone sprang auf, verpaßte dem Elfen eine Ohrfeige und verschwand in der Bibliothek. Der Elf lief ihr hinterher und schaute traurig zu Akiko, die gerade nach einem Buch suchte. Sie schaute kurz über ihre Schulter und blickte ihn mit verweinten Augen an. „Akiko, kann ich dir ….. helfen…?“ fragte man betroffen, als sie ihn so ansah. „Akiko, ich wusste nicht, dass es Dich so mitnimmt. Doch sollte ich dir nicht die Wahrheit sagen?“ Der Mann kam einen Schritt näher. Akiko fixierte die Buchumschläge in den Regalen. Akiko neigte den Kopf zur seite und schaut Mann ausdruckslos mit ihren leeren Augen an. Dem Elfen fiel auf, dass Akiko sich mit einem Messer einige Wunden zugefügt hatte und fragte sie danach. Sie zog das Messer daraufhin aus der Tasche und spielte damit einwenig herum. Mann schaute sehr besorgt zu Akiko: „Akiko, es gibt Amazonen und Elfen, die dich sehr mögen. Wenn du dir wehtust, hilft dir das nicht weiter. Es macht alles nur schlimmer. “ Akiko holte das Schloss aus der Tasche, schloss es sichtbar ab und steckte es wieder weg ehe sie sich ein Buch griff und damit die Leiter hoch kletterte. Mann schaute zu ihr hoch und meinte: „Akiko, weglaufen hilft auch nicht.“ Akiko ließ das Schloss vor Manns Füße fallen. Er nahm das Schloss an sich und drehte es in seiner Hand. Da kam der Zauberer heran und grüßte die Beiden. Der Elf flüsterte zu Jan: “ Jan, Akiko geht es nicht gut.“ Er flüsterte zurück: „Was hat sie?“ Akiko sortierte indes emsig die Bücher. Mann wandte sich an Jan und sagte leise: „Sie hat sich in mich verliebt, aber ich kann diese Liebe nicht erwidern..“ Der Zauberer schmunzelte: „Tja diese Jugend..“ Dann ging er weiter um Atalia, die Heilerin, zu suchen. Der Elf schaute zu Akiko und meinte: „Akiko, du brauchst die Bücher nicht sortieren, sie sind schon in Reih und Glied aufgestellt..Komm doch runter. Bitte.“ Akiko summte das Lied ,was sie mal für Mann gesungen hatte und zog ihr dreckiges Messer, schnitt sich dabei einmal über den Arm und steckte es wieder weg ehe sie runterkam. Der Elf brüllte: „Nein. Das kannst du nicht machen! “ Doch Akiko wischte an ihm vorbei und lief zum Wasser. Er stellte sich vor Akiko und blickte sie an. „Akiko, wenn du dir wehtust wird es nicht besser. Sieh das ein..Akiko, so kann das nicht weitergehen.“ Akiko nickte resigniert. „Ich weiss das Du enttäuscht bist. Aber rede mit mir.“ Akiko schwieg und betrachtete sich selbst im Wasser. „Bitte. Akiko, was willst du tun? Oder weisst du das noch nicht?“ Akiko zuckte mit den Schultern und tauchte ihre Finger ins Wasser. Der Elf redete dabei unentwegt auf Akiko ein: „Die Welt dreht sich weiter Akiko, der Schmerz wird aufhören. Und vielleicht denkst du später einmal mit nicht so schlechten Gedanken am mich. Für mich ist es ein eine große Ehre, an Akiko Qinan zu denken. Sie zu kennen.“, „Nenn mich nie wieder bei meinem Nachnamen oder ich bring dich um….“ antwortete sie mit hasserfüllter Stimme. Der Elf schluckte. „Gut Akiko.“ Akikoschluchzt leicht und verkniff sich ein paar Tränen. Mann sah, dass er nichts mehr ausrichten konnte. Leise flüsterte er ihren Namen: „Akiko…“ Die kleine Amazonen beschaute sich selbst im Wasser. Abscheu stand ihr ins Gesicht geschrieben. Mit einem Kloß im Hals flüsterte er zu ihr: „Akiko, es tut mir leid.“ Sie kniff die Augen zusammen und sagte knapp: „Ich reise ab, sobald ich kann…“. Danach verschwand sie im Baumhaus.

Die Nacht brach herein und der Elf saß am Lagerfeuer. Akiko wich ihm aus, blieb aber in der Nähe sitzen. Da lief Candia über den Dorfplatz, um nach Maryan zu sehen. Mann rief leise nach der Elfe in der Hoffnung, dass sie ihn hörte. Plötzlich fiel Akiko einfach um und war eingeschlafen. Candia nahm sie erschrocken in den Arm. Maryan fragte: „Candia hilfst du mir sie in ihr Fell zu tragen?“, „Ja sicher doch.“ Candia Oyen nahm den Oberkörper von Akiko und Maryan hob sie an den Beinen hoch. Beide trugen sie in ihr Fell. Mann versuchte Candia noch einmal leise zu rufen. Maryan sagte leise: „Sie wird nun schlafen bis ich sie wieder wecke und morgen müssen wir jemand bitten sich um sie zu kümmern.“, “ Mhhh, ja unbedingt, vielleicht sollte sogar die Schamanin der Amazonen kommen, es scheint sehr ernst zu sein.“ meinte Candia. Maryan war schon sehr müde, aber als sie Mann sah, fauchte sie ihn wütend an. „Grr, was hast du getan?“ Der Elf schaute sie an: „Ich?.. Nichts..“, „ach nein?“ Candia versuchte ihre Tochter zu beruhigen und erklärte Mann, dass Akiko Maryan einen Brief geschrieben hätte und dass sie nicht mehr leben wollte. Candia sagte ernst zu ihm: „Du hast ihr junges zartes Herz gebrochen.“ Der Elf war sehr betroffen. „Ich habe das befürchtet. Es tut mir sehr leid. Doch ich konnte nicht anders. Ich hoffe es wird nicht noch schlimmer mit ihr. Ich meine sie hat sich mit dem Messer selbst verletzt. Ich fühle mich ziemlich elend.“ Candia meinte: „Das glaube ich dir. Maryan konnte sie zum Glück noch zum Schlafen bringen, wer weis was sonst geschehen wäre.“ Maryan las Mann den Brief vor: “ Hallo Maryan, hab leider nicht mitbekommen, dass du und Candia abgereist seid, ich fühl mich so einsam und leer, Mann will mich nicht… Atalia hat nie zeit… das elfen land macht mich krank… ich will nicht mehr… ich will garnicht mehr leben… ich komm nach hause sobald ich kann… Akiko“. Maryan hielt den blutverschmierten Brief in den Händen. Die Elfe sagte leise: „Nein leider kannst du nichts machen, Mann. Sie ist Jung und du warst wohl ihre erste Liebe. Am besten wird es sein, das du ihr die nächste Zeit nicht zunahe kommst. Bitte bleib ihr fern und sag auch den Anderen sie sollen sich zurückhalten. Sie hat sehr seltsam reagiert als ich sie festhalten wollte. Wir wollen nicht das sie ein Dummheit macht.“ Mann schaute betroffen auf den Brief. „Vielleicht ist es besser, Candia. Maryan, bitte glaub mir, es trifft auch mich leidvoll am Herzen sie so anzusehen.“ Die Elfe fuhr den Beschützer barsch an: “ Wieso konntest du nicht etwas aufpassen? .Einem kleinen Mädchen schöne Augen machen, das ist nicht die Art eines erwachsenen Elfs.“ Mann fragte erschocken: „Ich hab ihr schöne Augen gemacht? Oh Candia, wie kommst du darauf?“ Doch Candia fuhr unentwegt fort: „Sie könnte deine Ururenkelin sein.Wie könnte sie sich sonst in dich verlieben? Du musst doch gemerkt haben, dass sie was für dich empfindet.“, „Ja, ich hab etwas bemerkt.. Es ging sehr schnell.. Doch Liebe?“ Candia lief vor Wut rot an. „Sag nicht du wusstest es nicht. So wie sie ständig mit ihrer Blume Im Haar rumgehopst ist. Weshalb nicht.Sie ist ein Menschkind, das kaum Liebe kennt.“, „Was hätte ich tun sollen? Soll ich jeder Frau oder jedem Kind bei der ersten Begenung sagen, das ich sie nicht liebe?“ antwortete der Elf entschieden. „Du bist ein Jahrhunderte alter Elf und solltst es wirklich besser wissen. Nein aber etwas auf Distanz zu gehen, hätte nicht geschadet.“, „Ich mag Akiko sehr gerne. Vielleicht etwas zu gerne. Aber ich habe nicht vergessen, das sie meine Ururenkelin hätte sein können.“ Candia fuhr ihn an: „Erklär das mal einem 12-jährigen Mädchen. Wie soll sie soetwas verstehen? Wie soll sie unterscheiden zwischen gernhaben und lieben? Für sie ist es ein und dasselbe.“Candia nahm ihre Tochter bestärkend in den Arm. „Nun Candia, es kann sein, vielleicht hab ich etwas zu sehr reagiert. Ich kann die Schuld nicht ganz von mir weisen. Ich weiss es eigentlich besser..Doch es ist zu spät jetzt.“ antwortet der Elf betroffen. „Gut wenigstens bist du einsichtig. Mhhh, es ist geschehen, nun lässt es sich nicht mehr ändern.“

Maryan fiel plötzlich in Ohnmacht. Candia stürmte auf sie zu und sagte entsetzt: „Es war zu viel. Sie hat gezaubert um Akiko zum Schlafen zu bringen.“ Der Elf machte sich auf und holte etwas Wasser. Candia sah besorgt zu ihrem Töchterchen. „Ohhh meine liebste Maryan, ich hab dir doch gesagt es ist zu gefährlich.“ Mann reichte ihr den Becher und sie kippte den Becher über Maryans Gesicht. Maryan wachte aber nicht auf und die besorgten Elfen legten sie in ihr Bett. Leise murmelte die Kleine noch: “ Akiko …verletzt…meine Schuld…grrr mannole…Hätte Akiko nicht alleine lassen dürfen…Akiko blutet…Manole…Akiko’s Herz gebrochen….arme Akiko“ Candia meinte darauf zu Mann, er solle auch besser ihr fern bleiben. Sie strich sanft über Maryans Wangen. „Candia, brauchst Du noch etwas?“ fragte der Elf leise. „Nein danke Mannole. Ich bleibe bei ihr. Du kannst jetzt schlafen gehen.“ Er bot ihr eine Salbe für Akikos Wunden an, doch die Elfe meinte: “ Akikos Wunden sind zu tief als das ein normale Salbe helfen könnte.“ Betrübt antwortete er: „Ich weiss, und es tut mir wirklich leid. Ich wünsche dir noch eine gute Nacht.“ , „Ja dir auch, und achte von nunan welchem Mädchen du gegenüber freundlich bist oder besser gesagt zu freundlich bist.“ , „Wache über ihren Schlaf und wenn Du mich brauchst, dann bin ich für Dich und die beiden da. Und ich werde besser aufpassen.“ Mann schaute noch einmal zu Maryan und ging dann leise hinaus. Candia flüsterte noch: „Schlaf gut. Mögen die Sterne dich vor weiteren Fehltritten bewahren.“ Das Wimmern der kleinen Maryan war das Letzte was noch zu hören war “ „Akiko …Freundin…verletzt….Herz gebrochen….“

Das Geheimnis um Maryan (März 2008)

Einige Tage waren vergangen. Aramaki, Maryan und Xiue hatten sich auf dem Dorfplatz eingefunden als Candia aus Amazonien zurückgekehrt war. Maryan überfiel ihre Adoptivmutter voller Freude. Candia strich ihrem Sonnenschein über die Haare: „Aber ich bin doch gar nicht lange weg gewesen.“ Sie wollte Maryan nach Amazonien begeleiten, hatte aber auch eine wichtige Neuigkeit für die Königin. Sie bat Maryan mit Aramaki spielen zu gehen.

Xiue sah ihre Tochter mit erwartungsvollem Blick an. „Liebste Hoheit und meine Mami. Ich habe jemand kennen gelernt und er hat mir einen Kuss geraubt.“ Candia sah knallrot zu Boden. „Ihr wisst doch was das bedeutet, nicht wahr?“ Xiue blieb der Mund offen stehen. „Und… wer.. wer ist es?“, fragte sie entsetzt. „Ihr kennt ihn leider nicht. Doch er ist ein wahrhaft liebevoller und aufrichtiger Elf.“ Xiue war völlig fassungslos und regte sich über diese Dreistigkeit ziemlich auf. Candia erklärte, wie glücklich sie jetzt wäre und wie gut Maryan und er sich verstünden. Candia war überzeugt davon, dass er der Richtige war. „Ja, ich weiß, es war unbedacht von ihm, doch er wusste es nicht, es war nicht seine Schuld. Es war meine.“

Xiue konnte ihr aufgeregtes Herz immer noch nicht besänftigen. Die Königin antwortete ihrer Tochter: „ Du bist mein Ein und Alles und ich kann nicht einfach so hinnehmen, dass ein so dahergelaufener Bursche dich überfällt. Bitte verstehe mich. Ich… ich liebe dich über alles und will nur das Beste für dich.“ Candia drückte ihre Mutter an sich. „Ich liebe dich doch auch, doch nun da ich erwachsen bin, muss ich versuchen meine eigenen Wege zu gehen.““ Xiue war ein wenig resigniert, denn sie wusste, dass ihre Tochter recht hatte. „ Ich sollte wirklich loslassen und ändern kann ich die Situation auch nicht mehr. Dann wünsche ich euch Beiden Glück und möge mein Segen auf euch ewig ruhen.“ „Ich danke dir, das bedeutet mir soviel. Jetzt kann ich dir auch den wahren Grund nennen für meine Reise nach Amazonien. Maryan will eine Amazone werden und somit werde ich mit ihr nach Amazonien gehen, denn ich werde sie nicht alleine lassen. Auch mein Geliebter wird bald nachkommen und wir werden ein neues Elfendorf ganz in der Nähe von Amazonien aufbauen.“ Xiue versprach ihr: „Ich werde dir jede erdenkliche Hilfe geben, die du für dein neues Zuhause brauchst.“ antwortete die Königin. Candia nickte dankend. Sie wollte so bald wie möglich aufbrechen.

Maryan hoffte, dass Aramaki ihr bald das Teleportieren beibrachte. Die Kleine hatte aber Angst, dass man sie in Amazonien nicht akzeptieren würde Aramaki meinte, sie würde binnen kurzem diese Fähigkeit erlangen. Maryan rutschte heraus, dass der Seraphim ihr Zauber zeigen wollte, die nie eine Elfe anwenden würde. Candia war erschrocken und Aramaki erklärte, dass es sich um mächtige Verteidigungszauber ging, aber auch um Angriffsmagie, um andere zu schützen. Die Sorge war Candia in die Augen geschrieben. Maryan versuchte ihre Mutter zu beruhigen und schwor die Zauber nur im äußersten Notfall einzusetzen und sollte sie jemals Hand an einen Unschuldigen legen, so würde sie zur Hölle fahren. Candia kullerten Tränen über das Gesicht. Die Vorstellung ihr kleiner Schatz würde in der Hölle schmoren, bereitete ihr unerträgliche Schmerzen in ihrem Herzen. Sie wollte niemals solch grausames Schicksal für ihre Tochter. Candia bat Maryan bei der Oma zu bleiben und führte mit Aramaki ein ernstes Gespräch unter vier Augen.

SandyLee, Tarna und Leonie, drei Amazonen waren auf der Durchreise und unterhielten sich einwenig über die Fortschritte von Maryan, bevor sie wieder aufbrachen.

Maryan machte sich große Sorgen um ihre Freundin Akiko. Seit dem Vorfall, wo sie verletzt worden war, ging sie Maryan aus dem Weg. Xiue versuchte die Kleine wieder aufzumuntern, als Candia zurückkehrte. Maryan hatte große Angst, ihre Adoptivmutter wäre auf Aramaki sauer, doch Candia hatte nur ein geheimnisvolles Lächeln auf den Lippen. Candia fragte ihre Adoptivtochter, ob ihre Eltern jemals Seraphim gewesen waren. Doch Maryan verneinte es. Sie hätte niemals Flügel bei ihnen gesehen. Candia berichtete, dass der Seraphim ihr offenbart hätte, dass ein Teil von ihr Seraphim war. Maryan konnte es nicht fassen und beharrte darauf, dass ihre Eltern Menschen gewesen waren. Ihre Mutter lächelte und erklärte, der Seraphim würde sie zu einem Beschützer machen. Darauf fiel die Kleine in Ohnmacht. Xiue und Candia versuchten Maryan wieder zu Bewusstsein zu bringen. Doch weder Wasser noch Riechkraut hatten die gewünschte Wirkung. Erst als Candia ihr einen Elfenzauberkuss gab, öffnete sie ihre Augen. Candia war sichtlich erleichtert. „Mein kleiner Schmetterling, du hast mir einen Riesenschrecken eingejagt.“ Maryan antwortete stockend: „Ich kann doch kein Seraphim sein. Ich habe nie Flügel bei Mama und Papa gesehen. Aramaki war der Ansicht, sie hätten ihre Flügel verborgen und Maryan schwieg betroffen, als er dies erwähnte.

Ein schrecklicher Zwischenfall (März 2008)

Xiue war auf dem Weg ins Dorf als sie auf Brigitt, eine alte Amazonenfreundin traf. Schon lange hatte Brigitt sich eine Führung durch das Elfenland gewünscht. Xiue zeigte ihr die vielen schönen Orte und ihren Palast. Plötzlich spürte sie starke Wellen von Aggressionen in der Ferne. Beide eilten zum Versammlungsplatz, als Akiko gerade versuchte den Seraphim anzugreifen. Die kleine Amazone stürzte wie wild auf Aramaki zu und warf ein Messer nach ihm. Aramaki zückte seinen Bogen und konnte dem Wurf mit knapper Not ausweichen. Akiko war blind vor Wut, weil sie meinte Aramaki hätte Maryan in Gefahr gebracht. Alles ging sehr schnell.

Akiko startete einen zweiten Angriff und der Seraphim zielte auf Akikos Schulter. Die Königin und Brigitt mussten hilflos mit ansehen, wie der Pfeil die kleine Amazone traf und sie noch verzweifelt versuchte ein weiteres Messer nach ihm zu werfen, doch dabei bewusstlos zusammenbrach. Die Beiden trugen die Verletzte zum Haus der Heilerin und waren in großer Sorge, weil Atalia fortgereist war. Brigitt entfernte den Pfeil, der nicht tief in der Schulter steckte, aber Akiko verlor sehr viel Blut. Xiue versuchte mit dem letzten Tropfen Einhornmilch die Wunde zu heilen, doch es wirkte nicht! Akiko war ein Mensch und wie es schien, half das Mittel nur bei Elfen. Brigitt eilte fort um einige Kräuter zu besorgen.

Aramaki wollte Akiko helfen, doch verbittert stellten sich Maryan und Xiue ihm in den Weg. Misstrauen lag in der Luft. Maryan griff den Seraphim wütend an, doch ihre Kraft war nicht stark genug. Was wenn der Seraphim der kleinen Amazone den Rest geben wollte? Xiue war in großer Sorge und funkelte ihn wütend an. Die Elfe weigerte sich den Weg freizugeben und hoffte inständig Brigitt würde bald zurückkehren. Aramaki spürte wie Akiko schwächer wurde und die beiden Wächter vor ihrem Bett waren hartnäckig. Zu kurz war die Zeit um ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Mit jeder Sekunde schwand Akikos Lebenskraft mehr. Die Kleine rührte sich nicht mehr und ihr Atem wurde schwächer. Dem Seraphim blieb keine Wahl, er musste etwas tun. Entschlossen schleuderte er die Beiden an die Wand und ging zu ihrem Bett. Xiue traf es unglücklich am Kopf und die Elfe blieb bewusstlos an der hinteren Wand liegen. Maryan rappelte sich schnell wieder auf und zückte ihre Sai’s. Lass die Finger von Akiko!“ brüllte sie. Aber Aramaki ließ sich nicht beirren. Er legte beide Hände auf die Brust der Amazone und murmelte etwas in einer uralten Sprache. Maryan versuchte Aramaki vom Bett wegzuschleudern, aber er kam ihr zuvor und die Kleine landete an der Wand. Der Seraphim leitete einen Energiestrom zu Akiko und sie atmete wieder langsam und ruhig. Langsam erlosch der Energiestrom und Aramaki schleppte sich erschöpft zur Tür hinaus. Maryan schaute ihm wütend nach.

Xiue kam langsam wieder zu sich. Die kleine Amazone schlief nun ruhig, als Brigitt mit den Kräutern zurückkehrte. Brigitt kam ins Haus und half Xiue auf die Beine. Die Königin schaute benommen um sich. Maryan wollte nicht sagen was geschehen war und haftete mit ihrem Blick nur an Akiko. Die Amazonendruidin wunderte sich, dass es Akiko wieder gut ging und ihre Wunde verschlossen war. Candia und SandyLee trafen nach einiger Zeit ein. Akiko war inzwischen erwacht. Candia richtete sich an Brigitt: „Es scheint sich Schlimmes zugetragen zu haben. Wisst Ihr mehr darüber?“ , „Der Seraphim hat Akiko mit einem Pfeil getroffen. Sie war verletzt.“, „Was hat der Seraphim getan?“ Candia schüttelte ungläubig den Kopf. „Das hätte ich nie gedacht.“ Xiue versuchte ihre Tränen zu verbergen und schluchzte leise vor sich hin. Candia blickte in die verweinten Augen ihrer Mutter und war noch verwirrter als zuvor. Die Elfe fragte erschrocken: „Mutter? Steht es so schlimm um die kleine Akiko?“ Xiue antwortete nicht und Brigitt erklärte: „Der Seraphim hat Maryan versucht ihre Magie zu zeigen. Maryan hatte Angst und Akiko wollte sie dann verteidigen. Zu gut.“

Candia grummelte: “ Ich dachte, ich habe ihm klargemacht, dass er das nur in meinem Beisein darf.“ Xiue murmelte entgeistert: „Ich war nicht Herr der Lage, ich habe versagt.“ Da drehte sich Candia zu ihrer Mutter: „Das glaube ich Euch nicht. Würdet Ihr mir bitte folgen? Die Elfe trat in das Haus der Heilerin ein. Maryan kniete neben Akikos Bett. Xiue folgte der Elfe einige Schritte, blieb jedoch geschockt vor der Tür stehen. Candia sah erschrocken zu Akiko und merkte, dass ihre Mutter sich weigerte einzutreten. „Mutter, ich bitte dich komm rein!“ Maryan legte ihren Arm um Maryans Hals und hob den Kopf leicht an. Mit ihrem Ärmel wischte sie über Akis Gesicht. Doch Akiko wandte sich ab, wiel sie Maryan vor Scham nicht anzusehen wagte. Maryan aber drehte den Kopf zu sich und flüsterte zu ihrer Freundin: “ Akiko, du darfst niemals denken, dass du nichts bist.“ Candia trat leise an Maryan heran: „Liebste, wie geht es Akiko?“ Maryan kuschelte sich an ihre Adoptivmutter und fing an zu weinen. „Alles wegen mir“ schluchzte sie. Sie nahme ihre Tochter beruhigend in den Arm: „Nein, dem ist so nicht.“ Maryan antwortete weinerlich: „Aber Akiko sagte, sie wäre ein Nichts.“ Candia beruhigte sie:“ Es war mit sSicherheit nicht deine Schuld.“ Doch die Kleine ließ sich von ihrer Überzeugung nicht abbringen. Xiue hörte was im Haus gesprochen wurde und gab sich ebenfalls die Schuld für das Geschehene. Maryan fiel auf ihre Knie und weinte: „Wenn es mich nicht gäbe, dann wäre das alles nicht passiert.“ Candia setze sich auf den Boden und blickte liebevoll zu ihrem kleinen Schmetterling.: „Nein, bitte denke soetwas nicht. Dui bist mein ein und alles.“ Die Kleine wünschte sich im Boden zu versinken. Zärtlich strich Candia über ihre Wange: “ Du bist mein Sonnenschein und nichts geschieht ohne Grund. Doch du bist sicher nicht schuld an dem Geschehenen.“ Akiko starrte immer noch die Wand an und rührte sich nicht. Maryan bat ihre Mutter inständig mit Akiko zu reden, um sie von ihren Selbstzweifeln zu heilen. Ihre Mutter nickte wortlos.

Währendessen warteten Brigitt und SandyLee vor dem Haus und unterhielten sich. Brigitt wollte sobald wie möglich nach Amazonien zurückkehren. SandyLee bat sie Grüße an die Hoheiten auszurichten und ihnen mitzuteilen, dass sie eine Halbelfe war. Die Amazone war sprachlos. SandyLee erzählte, dass Atalia, die Heilerin der Elfen, sie getestet hatte und die Flügel kein böser Zauber waren. „Die werden also bleiben?“ fragte Brigitt. „WEnn ich nicht lerne sie zuverstecken, dann ja.“ Sie sprachen noch ein wenig über die aktuellen Ereignisse bis sich Brigitt dann auf den Weg machte. Xiue lag schluchzend in einer der Elfenschaukeln und Aramaki erkundigte sich nach ihrem Wohlergehen. Die Elfe konnte dem Seraphim nicht in die Augen sehen. Aramaki deutete das Verhalten, dass sie ihm die Schuld geben würde und meinte: „Ich habe mich doch nur verteidigt.“ SandyLee hörte was der Seraphim gesagt hatte und konterte trotzig: „Sicher, gegen kleine Kinder.“ Aramaki ergänzte den Satz noch mit den Worten: „Gegen ein kleines Kind, das die großen Gifte der Amazonen benützt und ich habe mein Leben riskiert, um sie zu retten.“ SandyLee schaute ungläubig zu dem Seraphim.

Im Haus setzte sich Candia an Akikos Bett und Maryan schaute besorgt zu ihrer Freundin. Tränen rannen über ihr Gesicht. Ihr Mutter versuchte mit Akiko zu reden: „Akiko? Kleiner Wirbelwind? Was ist geschehen? Bitte sprich mit mir.“ Maryan verließ dabei wortlos die Hütte. Draußen schaute Aramaki hilflos zur Königin: „Wollt Ihr denn gar nichts sagen? Ihr wißt, ich wollte ihr nichts tun.“ Xiue stand auf und schaute mit ausdruckslosem Gesicht zu Boden. Maryan ging zu dem Seraphim und trommelte mit ihren Fäusten auf seine Brust. „Du bist schuld! Du hast Akiko verletzt und gebrochen. Du hast meiner Oma wehgetan..du…du…du..“, „Ich?“ Aramaki blickte zu der Kleinen hinunter. „Ja, DU!“ brüllte sie ihn wütend an. SandyLee flüsterte vorsichtig: „Oma?!“ Xiue sah geschockt in die Gesichter der Anwesenden. Aramaki versuchte sichzu verteidigen: “ Ich habe mich gewhrt..jemanden nicht sterben lassen.“ Maryan haute nur noch fester auf den Seraphim ein. “ Du hättest Akiko nicht beschießen müssen. Du hättest es auch andere Methoden gehabt! Grrrrr…!“, „Sie hat mir keine Wahl gelassen.“ antwortete Aramaki. „Ich will mit dir nichts mehr zu tun haben und ich will auch nicht von dir unterrichtet werden.“ Mit diesen Worten wandte sie sich angewidert ab. „Sie wollte mich töten, nicht ich sie.“, „Sie ist noch ein Kind, du bist ein Erwachsener.“ warf SandyLee ein. „Dann nehmt diesem Kind ihre Gifte weg. Meine Flügel sind immer noch taub.“

Xiue fragte plötzlich verstört: „Wieso nur, wieso mußte das alles nur passieren? Ich konnte ihr nicht helfen.“ Maryan schaute wutentbrannt zu Aramiki: Muß man jemandem wenn erstielt gleich die Hände abschneiden, Aramaki?“ Voller Zorn schleuderte sie den Seraphim einige Meter nach hinten. Candia bat in der Hütte Akiko mit ihr zu sprechen, doch Akiko schien durch die Elfe hindurch zu sehen. Sorgenvoll blickte in die leeren Augen der kleinen Amazone. Akiko flüsterte: „Hab versagt…“ Candia erwiderte: „Du hast nicht versagt, liebste Akiko. Du bist ein Kind und keine ausgewachsene Amazone.“, „Mai sagte, ich soll Maryan beschützen, habs nicht geschafft..kann nichts…bin nichts…“, „Nein Liebes, du hast getan was du konntest.“ Candia blickte ernst in ihre Augen, doch Akiko wandte sich ab: „Ich kann nichts, ich bin nichts. Ich bin eine Versagerin. Nichmal Maryan kann ich beschützen! Nickts kannich…“ Candia antwortete bestimmt: „Doch Akiko, du kannst eine Freundin sein und binst ein wunderbarer Mensch. Der Seraphim hat unrecht getan. Ich hatte ihm gesagt, er dürfe Maryan nicht ohne mein Beisein unterrichten. Es ist meine Schuld, nicht deine.“ Akiko hörte plötzlich, dass draußen etwas geschah und sie stand auf. Maryan beschimpfte den Seraphim wild: „du hast sie verletzt. Hat ein Erwachsener wie du keine anderen Methoden um ein Kind zu stoppen, außer es fast zu töten?“ Vor Wut schleuderte sie den Seraphim wieder einige Meter weit. Candia kam Akiko hinterhergestürmt und fuhr Aramaki barsch an: „Seraphim? Ich dachte, ich hätte mich gestern klar ausgedrückt?! Kein Unterricht ohne meine Anwesenheit.“ Der Seraphim sah sie wortlos an. Akiko legte die Hand auf Maryans Schulter und schaute zu Boden. Mit lauter Stimme schrie sie: „RUHE ALLE!“

Aramaki rappelte sich auf und sagte noch leise: „Ich habe keinen Unterricht erteilt..“ und schwieg dann. Akiko schwankte auf Aramaki zu und verneigte sich respektvoll. „Danke.“ Die Anwesenden blickten sich verwundert an al Aki wieder ins Haus ging. Maryan fragte sich was das zu bedeuten hatte. Aramaki folgte ihr ins Haus. Xiue war unendlich wütend auf sich selbst und senkte den Blick, als er an ihr vorbeiging. Maryan zupfte an Candias Kleid. „Ja, Maryan?“, Maryan flüsterte: „Ich will nicht von ihm unterrichtet werden. Maryan machte sich große Sorgen um Akiko, dass sie sich irgendetwas antun könne. Aramaki versuchte derweil herauszubekommen, warum Akiko ihm gedankt hatte und warum sie ihn töten wollte. Akiko schwieg und flüsterte nur ein Wort „Seppuku“, doch niemand verstand es. Aramaki sprach zu ihr: “ Na, komm. Wovor hast du Angst? Du hast dich einem Seraphim gestellt. Du bist dem Tod entkommen und jetzt bringst du kein Wort heraus. Akiko, du wirst einmal eine mutige und starke Kriegerin werden. Glaub mir, auch wenn du mich umbringen wolltest, mag ich dich.“ Akiko kullerten ein paar Tränen herab. Aramaki wischte die Tränen von ihrer Wange. „Akiko, ich weiß, du mochtest mich noch nie, aber ich will dir dennoch sagen, ich bin hergekommen, um euch zu helfen, aber anscheinend versteht ihr alles falsch und deshalb werde ich das Dorf warhscheinlich verlassen.“ Akiko flüsterte noch: „Danke für die Rettung.“, „Das habe ich gern gemacht, aber erwarte das nicht von jedem Gegner. Die meisten Gegner kennen kein Mitleid…“ Da trat Xiue heran: „Ich hab als Königin versagt. Ich konnte Akiko nicht helfen und habe falsche Entscheidungen getroffen, meine Würde untergraben und mein Vertrauen in mich selbst verloren. Ich muss fort. Ich kann nicht mehr…“ Mit diesen Worten machte sie sich aus dem Staub. Candia und Maryan versuchten Xiue wieder zur Vernunft zu bringen, doch sie wollte von alledem nichts hören. „Wie soll ich den Elfen nur je wieder in die Augen schauen können nach diesem Vorfall?“ Candia versicherte ihrer Mutter wie sehr sie sie liebet. Die Königin und Maryan gaben sich selbst die schuld, doch Candia baute die Beiden auf und erklärte, niemand hatte schuld und beide würde zu hart über sich urteilen. Sie machte Xiue klar, dass ihr weiches Herz sie zu einer guten Königin machte. Nach dieser überzeugenden Rede, lagen sich alle in den Armen. Candia wollte sich dann um Akiko kümmern, Maryan aber blieb bei ihrer Oma.

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