Ein schrecklicher Zwischenfall (März 2008)

Xiue war auf dem Weg ins Dorf als sie auf Brigitt, eine alte Amazonenfreundin traf. Schon lange hatte Brigitt sich eine Führung durch das Elfenland gewünscht. Xiue zeigte ihr die vielen schönen Orte und ihren Palast. Plötzlich spürte sie starke Wellen von Aggressionen in der Ferne. Beide eilten zum Versammlungsplatz, als Akiko gerade versuchte den Seraphim anzugreifen. Die kleine Amazone stürzte wie wild auf Aramaki zu und warf ein Messer nach ihm. Aramaki zückte seinen Bogen und konnte dem Wurf mit knapper Not ausweichen. Akiko war blind vor Wut, weil sie meinte Aramaki hätte Maryan in Gefahr gebracht. Alles ging sehr schnell.

Akiko startete einen zweiten Angriff und der Seraphim zielte auf Akikos Schulter. Die Königin und Brigitt mussten hilflos mit ansehen, wie der Pfeil die kleine Amazone traf und sie noch verzweifelt versuchte ein weiteres Messer nach ihm zu werfen, doch dabei bewusstlos zusammenbrach. Die Beiden trugen die Verletzte zum Haus der Heilerin und waren in großer Sorge, weil Atalia fortgereist war. Brigitt entfernte den Pfeil, der nicht tief in der Schulter steckte, aber Akiko verlor sehr viel Blut. Xiue versuchte mit dem letzten Tropfen Einhornmilch die Wunde zu heilen, doch es wirkte nicht! Akiko war ein Mensch und wie es schien, half das Mittel nur bei Elfen. Brigitt eilte fort um einige Kräuter zu besorgen.

Aramaki wollte Akiko helfen, doch verbittert stellten sich Maryan und Xiue ihm in den Weg. Misstrauen lag in der Luft. Maryan griff den Seraphim wütend an, doch ihre Kraft war nicht stark genug. Was wenn der Seraphim der kleinen Amazone den Rest geben wollte? Xiue war in großer Sorge und funkelte ihn wütend an. Die Elfe weigerte sich den Weg freizugeben und hoffte inständig Brigitt würde bald zurückkehren. Aramaki spürte wie Akiko schwächer wurde und die beiden Wächter vor ihrem Bett waren hartnäckig. Zu kurz war die Zeit um ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Mit jeder Sekunde schwand Akikos Lebenskraft mehr. Die Kleine rührte sich nicht mehr und ihr Atem wurde schwächer. Dem Seraphim blieb keine Wahl, er musste etwas tun. Entschlossen schleuderte er die Beiden an die Wand und ging zu ihrem Bett. Xiue traf es unglücklich am Kopf und die Elfe blieb bewusstlos an der hinteren Wand liegen. Maryan rappelte sich schnell wieder auf und zückte ihre Sai’s. Lass die Finger von Akiko!“ brüllte sie. Aber Aramaki ließ sich nicht beirren. Er legte beide Hände auf die Brust der Amazone und murmelte etwas in einer uralten Sprache. Maryan versuchte Aramaki vom Bett wegzuschleudern, aber er kam ihr zuvor und die Kleine landete an der Wand. Der Seraphim leitete einen Energiestrom zu Akiko und sie atmete wieder langsam und ruhig. Langsam erlosch der Energiestrom und Aramaki schleppte sich erschöpft zur Tür hinaus. Maryan schaute ihm wütend nach.

Xiue kam langsam wieder zu sich. Die kleine Amazone schlief nun ruhig, als Brigitt mit den Kräutern zurückkehrte. Brigitt kam ins Haus und half Xiue auf die Beine. Die Königin schaute benommen um sich. Maryan wollte nicht sagen was geschehen war und haftete mit ihrem Blick nur an Akiko. Die Amazonendruidin wunderte sich, dass es Akiko wieder gut ging und ihre Wunde verschlossen war. Candia und SandyLee trafen nach einiger Zeit ein. Akiko war inzwischen erwacht. Candia richtete sich an Brigitt: „Es scheint sich Schlimmes zugetragen zu haben. Wisst Ihr mehr darüber?“ , „Der Seraphim hat Akiko mit einem Pfeil getroffen. Sie war verletzt.“, „Was hat der Seraphim getan?“ Candia schüttelte ungläubig den Kopf. „Das hätte ich nie gedacht.“ Xiue versuchte ihre Tränen zu verbergen und schluchzte leise vor sich hin. Candia blickte in die verweinten Augen ihrer Mutter und war noch verwirrter als zuvor. Die Elfe fragte erschrocken: „Mutter? Steht es so schlimm um die kleine Akiko?“ Xiue antwortete nicht und Brigitt erklärte: „Der Seraphim hat Maryan versucht ihre Magie zu zeigen. Maryan hatte Angst und Akiko wollte sie dann verteidigen. Zu gut.“

Candia grummelte: “ Ich dachte, ich habe ihm klargemacht, dass er das nur in meinem Beisein darf.“ Xiue murmelte entgeistert: „Ich war nicht Herr der Lage, ich habe versagt.“ Da drehte sich Candia zu ihrer Mutter: „Das glaube ich Euch nicht. Würdet Ihr mir bitte folgen? Die Elfe trat in das Haus der Heilerin ein. Maryan kniete neben Akikos Bett. Xiue folgte der Elfe einige Schritte, blieb jedoch geschockt vor der Tür stehen. Candia sah erschrocken zu Akiko und merkte, dass ihre Mutter sich weigerte einzutreten. „Mutter, ich bitte dich komm rein!“ Maryan legte ihren Arm um Maryans Hals und hob den Kopf leicht an. Mit ihrem Ärmel wischte sie über Akis Gesicht. Doch Akiko wandte sich ab, wiel sie Maryan vor Scham nicht anzusehen wagte. Maryan aber drehte den Kopf zu sich und flüsterte zu ihrer Freundin: “ Akiko, du darfst niemals denken, dass du nichts bist.“ Candia trat leise an Maryan heran: „Liebste, wie geht es Akiko?“ Maryan kuschelte sich an ihre Adoptivmutter und fing an zu weinen. „Alles wegen mir“ schluchzte sie. Sie nahme ihre Tochter beruhigend in den Arm: „Nein, dem ist so nicht.“ Maryan antwortete weinerlich: „Aber Akiko sagte, sie wäre ein Nichts.“ Candia beruhigte sie:“ Es war mit sSicherheit nicht deine Schuld.“ Doch die Kleine ließ sich von ihrer Überzeugung nicht abbringen. Xiue hörte was im Haus gesprochen wurde und gab sich ebenfalls die Schuld für das Geschehene. Maryan fiel auf ihre Knie und weinte: „Wenn es mich nicht gäbe, dann wäre das alles nicht passiert.“ Candia setze sich auf den Boden und blickte liebevoll zu ihrem kleinen Schmetterling.: „Nein, bitte denke soetwas nicht. Dui bist mein ein und alles.“ Die Kleine wünschte sich im Boden zu versinken. Zärtlich strich Candia über ihre Wange: “ Du bist mein Sonnenschein und nichts geschieht ohne Grund. Doch du bist sicher nicht schuld an dem Geschehenen.“ Akiko starrte immer noch die Wand an und rührte sich nicht. Maryan bat ihre Mutter inständig mit Akiko zu reden, um sie von ihren Selbstzweifeln zu heilen. Ihre Mutter nickte wortlos.

Währendessen warteten Brigitt und SandyLee vor dem Haus und unterhielten sich. Brigitt wollte sobald wie möglich nach Amazonien zurückkehren. SandyLee bat sie Grüße an die Hoheiten auszurichten und ihnen mitzuteilen, dass sie eine Halbelfe war. Die Amazone war sprachlos. SandyLee erzählte, dass Atalia, die Heilerin der Elfen, sie getestet hatte und die Flügel kein böser Zauber waren. „Die werden also bleiben?“ fragte Brigitt. „WEnn ich nicht lerne sie zuverstecken, dann ja.“ Sie sprachen noch ein wenig über die aktuellen Ereignisse bis sich Brigitt dann auf den Weg machte. Xiue lag schluchzend in einer der Elfenschaukeln und Aramaki erkundigte sich nach ihrem Wohlergehen. Die Elfe konnte dem Seraphim nicht in die Augen sehen. Aramaki deutete das Verhalten, dass sie ihm die Schuld geben würde und meinte: „Ich habe mich doch nur verteidigt.“ SandyLee hörte was der Seraphim gesagt hatte und konterte trotzig: „Sicher, gegen kleine Kinder.“ Aramaki ergänzte den Satz noch mit den Worten: „Gegen ein kleines Kind, das die großen Gifte der Amazonen benützt und ich habe mein Leben riskiert, um sie zu retten.“ SandyLee schaute ungläubig zu dem Seraphim.

Im Haus setzte sich Candia an Akikos Bett und Maryan schaute besorgt zu ihrer Freundin. Tränen rannen über ihr Gesicht. Ihr Mutter versuchte mit Akiko zu reden: „Akiko? Kleiner Wirbelwind? Was ist geschehen? Bitte sprich mit mir.“ Maryan verließ dabei wortlos die Hütte. Draußen schaute Aramaki hilflos zur Königin: „Wollt Ihr denn gar nichts sagen? Ihr wißt, ich wollte ihr nichts tun.“ Xiue stand auf und schaute mit ausdruckslosem Gesicht zu Boden. Maryan ging zu dem Seraphim und trommelte mit ihren Fäusten auf seine Brust. „Du bist schuld! Du hast Akiko verletzt und gebrochen. Du hast meiner Oma wehgetan..du…du…du..“, „Ich?“ Aramaki blickte zu der Kleinen hinunter. „Ja, DU!“ brüllte sie ihn wütend an. SandyLee flüsterte vorsichtig: „Oma?!“ Xiue sah geschockt in die Gesichter der Anwesenden. Aramaki versuchte sichzu verteidigen: “ Ich habe mich gewhrt..jemanden nicht sterben lassen.“ Maryan haute nur noch fester auf den Seraphim ein. “ Du hättest Akiko nicht beschießen müssen. Du hättest es auch andere Methoden gehabt! Grrrrr…!“, „Sie hat mir keine Wahl gelassen.“ antwortete Aramaki. „Ich will mit dir nichts mehr zu tun haben und ich will auch nicht von dir unterrichtet werden.“ Mit diesen Worten wandte sie sich angewidert ab. „Sie wollte mich töten, nicht ich sie.“, „Sie ist noch ein Kind, du bist ein Erwachsener.“ warf SandyLee ein. „Dann nehmt diesem Kind ihre Gifte weg. Meine Flügel sind immer noch taub.“

Xiue fragte plötzlich verstört: „Wieso nur, wieso mußte das alles nur passieren? Ich konnte ihr nicht helfen.“ Maryan schaute wutentbrannt zu Aramiki: Muß man jemandem wenn erstielt gleich die Hände abschneiden, Aramaki?“ Voller Zorn schleuderte sie den Seraphim einige Meter nach hinten. Candia bat in der Hütte Akiko mit ihr zu sprechen, doch Akiko schien durch die Elfe hindurch zu sehen. Sorgenvoll blickte in die leeren Augen der kleinen Amazone. Akiko flüsterte: „Hab versagt…“ Candia erwiderte: „Du hast nicht versagt, liebste Akiko. Du bist ein Kind und keine ausgewachsene Amazone.“, „Mai sagte, ich soll Maryan beschützen, habs nicht geschafft..kann nichts…bin nichts…“, „Nein Liebes, du hast getan was du konntest.“ Candia blickte ernst in ihre Augen, doch Akiko wandte sich ab: „Ich kann nichts, ich bin nichts. Ich bin eine Versagerin. Nichmal Maryan kann ich beschützen! Nickts kannich…“ Candia antwortete bestimmt: „Doch Akiko, du kannst eine Freundin sein und binst ein wunderbarer Mensch. Der Seraphim hat unrecht getan. Ich hatte ihm gesagt, er dürfe Maryan nicht ohne mein Beisein unterrichten. Es ist meine Schuld, nicht deine.“ Akiko hörte plötzlich, dass draußen etwas geschah und sie stand auf. Maryan beschimpfte den Seraphim wild: „du hast sie verletzt. Hat ein Erwachsener wie du keine anderen Methoden um ein Kind zu stoppen, außer es fast zu töten?“ Vor Wut schleuderte sie den Seraphim wieder einige Meter weit. Candia kam Akiko hinterhergestürmt und fuhr Aramaki barsch an: „Seraphim? Ich dachte, ich hätte mich gestern klar ausgedrückt?! Kein Unterricht ohne meine Anwesenheit.“ Der Seraphim sah sie wortlos an. Akiko legte die Hand auf Maryans Schulter und schaute zu Boden. Mit lauter Stimme schrie sie: „RUHE ALLE!“

Aramaki rappelte sich auf und sagte noch leise: „Ich habe keinen Unterricht erteilt..“ und schwieg dann. Akiko schwankte auf Aramaki zu und verneigte sich respektvoll. „Danke.“ Die Anwesenden blickten sich verwundert an al Aki wieder ins Haus ging. Maryan fragte sich was das zu bedeuten hatte. Aramaki folgte ihr ins Haus. Xiue war unendlich wütend auf sich selbst und senkte den Blick, als er an ihr vorbeiging. Maryan zupfte an Candias Kleid. „Ja, Maryan?“, Maryan flüsterte: „Ich will nicht von ihm unterrichtet werden. Maryan machte sich große Sorgen um Akiko, dass sie sich irgendetwas antun könne. Aramaki versuchte derweil herauszubekommen, warum Akiko ihm gedankt hatte und warum sie ihn töten wollte. Akiko schwieg und flüsterte nur ein Wort „Seppuku“, doch niemand verstand es. Aramaki sprach zu ihr: “ Na, komm. Wovor hast du Angst? Du hast dich einem Seraphim gestellt. Du bist dem Tod entkommen und jetzt bringst du kein Wort heraus. Akiko, du wirst einmal eine mutige und starke Kriegerin werden. Glaub mir, auch wenn du mich umbringen wolltest, mag ich dich.“ Akiko kullerten ein paar Tränen herab. Aramaki wischte die Tränen von ihrer Wange. „Akiko, ich weiß, du mochtest mich noch nie, aber ich will dir dennoch sagen, ich bin hergekommen, um euch zu helfen, aber anscheinend versteht ihr alles falsch und deshalb werde ich das Dorf warhscheinlich verlassen.“ Akiko flüsterte noch: „Danke für die Rettung.“, „Das habe ich gern gemacht, aber erwarte das nicht von jedem Gegner. Die meisten Gegner kennen kein Mitleid…“ Da trat Xiue heran: „Ich hab als Königin versagt. Ich konnte Akiko nicht helfen und habe falsche Entscheidungen getroffen, meine Würde untergraben und mein Vertrauen in mich selbst verloren. Ich muss fort. Ich kann nicht mehr…“ Mit diesen Worten machte sie sich aus dem Staub. Candia und Maryan versuchten Xiue wieder zur Vernunft zu bringen, doch sie wollte von alledem nichts hören. „Wie soll ich den Elfen nur je wieder in die Augen schauen können nach diesem Vorfall?“ Candia versicherte ihrer Mutter wie sehr sie sie liebet. Die Königin und Maryan gaben sich selbst die schuld, doch Candia baute die Beiden auf und erklärte, niemand hatte schuld und beide würde zu hart über sich urteilen. Sie machte Xiue klar, dass ihr weiches Herz sie zu einer guten Königin machte. Nach dieser überzeugenden Rede, lagen sich alle in den Armen. Candia wollte sich dann um Akiko kümmern, Maryan aber blieb bei ihrer Oma.

Aramaki, der Seraphim (März 2008)

Im Elfendorf waren alle geschäftig tätig, als ein Reisender den Dorfplatz betrat und den ersten Elfen freundlich grüßte. Der Elf begrüßte den Gast erstaunlicherweise bei seinem Namen. Erschrocken fragte der Reisende: „Woher wisst ihr meinen Namen, wenn ich fragen darf?“. Mann, der Beschützer, antwortete: „Nun, bei manchen Leuten habe ich manchmal eine Vorahnung, wie sie heißen. Und bei Euch war es mal wieder so“. Aramaki, der neue Gast, war sichtlich erleichtert: „Gut das freut mich, jetzt hatte ich beinahe gedacht ihr wärend ein dunkler Hexenmeister, der mit schwarzer Magie arbeitet. Nun gut, lasst mich vorstellen.. ich bin Aramaki Rotaru und komme aus einen fernen land namens Kalizarah, ich behersche die weiße Magie und beherrsche das Waffen/Rüstungsschmieden sowie die Kräuterkunde. Ich reise von Land zu Land um immer mehr zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln.“

Mann antwortete erfreut: „Da seit Ihr hier goldrichtig, wenn ich das so sagen darf. Wir lernen auch gern von anderen. Ich denke wir werden alle voneinander profitieren Seit wann seit Ihr hier? Habt Ihr schon jemand kennengelernt? Wo ward Ihr schon?“ Der Besucher erzählte, dass er soeben eingetroffen sei und schon an zu vilen Orten war, um sie alle aufzuzählen. Aramaki blickte ins Feuer und wirkte etwas nachdenklich. Mann erzählte, dass zwei Amazonenkinder zu Besuch waren und wie sie vor kurzer Zeit gegen den Schatten, einem üblen Zeitgenossen, gekämpft hatten. Gemeinsam erkundeten sie das Elfenland, besonders die Bibliothek hatte es dem Gast angetan. Mann fragte Aramaki als sie in der Wunderstube der Heilerin angelangt waren: „Von woher kommt Ihr?“ Aramaki wunderte sich, dass er nicht erkannte von welchem Volk er stammte. „Ich bin einer der wenigen Seraphin Magier.“ Der Beschützer hatte noch nie zuvor einen wie Aramaki gesehen und löcherte den Gast, wieso es nur noch so wenige von ihnen gab, doch Aramaki winkte ab. Die Geschichte wäre zu lang und er würde sie ein anderes Mal erzählen. Der Elf war neugierig, aber fragte nicht weiter nach.

Mann lud den Seraphim das Wolkenschloß zu besichtigen: „Also kommt. Ich zeige Euch das Schloss. Fliegen wir…“, erstaunt fragte der Gast: „Wie macht ihr das?“, „Was?“, Na fliegen… ihr seid ein Elf..“ Mann antwortete: „Da müsst Ihr Atalia fragen. Sie hat manchen Zaubertrank für uns gebraut, und einer verleiht Flügel..sozusagen.“ Aramaki nahm die Bemerkung so hin wie sie wahr, doch seine Verwunderung war ihm ins Gesicht geschrieben. Als sie am Schloß angelangt waren, murmelte Aramaki: „Eine Menschenburg.. wie ich sie hasse.“, „Warum hasst Ihr die Menschen?“ Aramaki schaute erschrocken: „Oh, hab ich das etwa laut gesagt.. tut mir leid..“ Der Elf wurde neugierig: „Erzählt doch.“, „Naja wir sind schon öfters aufeinander geprallt und bis jetzt hatte ich keine guten Erfahrungen..“. Aramaki beendete seine Ausführungen und beide kehrten zum Erdboden zurück. Mann, der Beschützer, verabschiedete sich höflich von Aramaki, als er gerufen wurde. „Ich lasse Euch ungern allein, aber ich muss jetzt leider gehen. Ein anderer Elfe benötigt meine Hife. Ich hoffe, wir sehen uns heute Abend wieder.“, „Nun gut dann bis heute abend werter Herr Elf.. achja ihr habt mir euren Namen noch garnicht verraten…“. „Nun mit meinem Namen ist es etwas eigenartig. Ich heisse eigentlich ctm5000. Das klingt wie aus der Zukunft…“ sprach der Elf. Aramaki lachte: „Hört sich eher nach einer Maschine der Kobolde oder der goblins an *lacht* tut mir leid.“ Mann meinte dazu: „Auch das ist möglich. Es ist noch nicht geklärt woher dieser Name stammt. Deshalb haben die Elfen beschlossen mich Mann zu nennen.“, „Nagut ich werde euch einfach Hax nennen wenn es euch recht ist..“. Doch Mann schüttelte den Kopf. Der Name Hax wollte ihm nicht so recht gefallen. Der Seraphim schlug ihm vor ihn Dalarus zu nennen und Mann stimmt zu. Beide verschiedeten sich und gingen danach ihrer Wege.

Maui und Aramaki trafen aufeinander als sich die Sonne bereits dem Westen genähert hatte. Aramaki lud die Elfe der Irrlichter zu einem kleinen Spaziergang ein. Sie unterhielten sich einwenig und Aramaki fragte, warum sie keine Elfenkinder hätten. Maui war ratlos und meinte, weil es wohl in der Vergangenheit viele schreckliche Ereignisse gab. Aber die Elfe kannte keine Details. Bei dem Erwähnen des Schattens mußte Aramaki schmunzeln. Maui machte ein erschrockenes Gesicht. Sie konnte nicht verstehen, wie man bei solch einem grausamen Feind schmunzeln konnte. Aramaki meinte: „Ich denke, ich bin ihm schon einmal begegnet.“ Maui spitzte die Ohren. Wenn der Seraphim ihn kannte, müßte er doch auch seine Schwächen kennen. Doch leider hatte er ihn nur gesehen und kannte ihn nicht persönlich. Im Verlaufe des Gesprächs kamen sie zu dem Schluss Irgendetwas von den Elfen wollte der Schatten besitzen, doch die Frage war: „nur was?“ Maui warf ein, dass der Schatten alles besitzen konnte was er wollte, er hätte die Macht dazu. Der Seraphim bot an alles in Erfahrung zu bringen. Beide entschieden sich dafür das Gesspräch vertraulich zu behandeln.

Maui erzählte von Akiko, der kleinen Amazone und bat Aramaki sich vor Mann in Acht zu nehmen, dass er keinen Grund hätte auf ihn böse zu sein, weil er sehr jähzornig werden würde, wenn Akiko etwas zustöße. Maui wollte nicht, dass auch nur einem Gast des Elfenlandes ein Haar gekrümmt wird. Aramaki war schon seit 800 Jahren nicht mehr bei den Amazonen gewesen und Maui meinte, es wäre langsam wieder Zeit dafür. Nach dem Spaziergang gesellten sie sich wieder zu den anderen am Lagerfeuer und die Anwesenden verabschiedeten sich langsam, um sich zur Ruhe zu begeben.

Eine Wette soll Maryan helfen (März 2008)

Xiue war froh wieder im Elfenland zu sein und wurde gleich von Maui und Maryan begrüßt. Die Königin kam gerade aus Valimar, wo sie eine alte Freundin besucht hatte. Xiue erzählte, dass sich die Elfe der Bäume dort gut eingelebt hatte und das die Stadt voller ungewöhnlicher Wesen mit seltsamer Sprache bewohnt war. Mahorhen und Nobs gesellten sich zu der Runde und begrüßten alle freundlich. Maryan fragte ganz traurig: „Ist Candia auch in der Nähe?“ und Xiue tat es leid, die Frage auf diese Weise beantworten zu müssen: „Nein, leider nicht. Mein mentaler Ruf hat sie nicht erreicht. Sie wird wohl in tiefer Meditation versunken sein und ihren Geist in einer fernen Welt schweifen lassen.“ Akiko, Canidio, Atalia und einige andere Gäste setzten sich zu den Elfen. Alle unterhielten sich angeregt über die bevorstehende Ausbildung der Amazonenkinder. Maui witzelte: “ Ein Sack Flöhe dürfte einfacher zu hüten sein.“ Dann rief Atalia die Beiden zu sich: „Kommt ihr mal zu mir …. akiko und maryan? Ich möchte morgen gerne mit der Ausbildung beginnen …aber ich hätte gerne gewusst was du bisher gelernt hast akiko ..“ Maryan meinte: „Ich werd ein Buch lesen das ich mitgebracht habe.“, doch Atalia erwiderte:“oh das finde ich toll von dir .. aber ich denke das musst du gar nicht ..Ich werde versuchen den Unterricht so zu gestalten, dass du daran teilnehmen kannst.“

Akiko Qinan: Genau dann lernt Maryan auch was dazu.
Atalia Jewell: wir brauchen ja immer jemanden, der den Kranken spielt ..
Akiko Qinan: Lilith meinte ich soll ihr den Umgang mit den Sai ein wenig beibringen.
Maryan Schumann: aber ich verstehe gar nichts von Heilkunst
Atalia Jewell: das macht nichts .. aber du warst bestimmt schon mal krank .. oder?
Maryan Schumann: ja
Atalia Jewell: dann spielst du einfach unsere Patientin wenn wir eine solche brauchen ja?
Maryan Schumann antwortete zögerlich: „ja, gut“
Akiko Qinan: 152 kräuter arten, 12 arten verband an zu legen, 43 salben erstellen, 82 tee´s kochen, verwundungen bestimmen, reinigung mit alkohol,
Atalia Jewell: oh dass is ja schon ne ganze menge … dann werd ich mir bis morgen überlegen wo wir weitermachen …

Atalia ermahnte die Beiden im Elfenland sich mit Respekt zu benehmen und nicht unachtsam beim Kampftraining zu sein. Akiko meinte grummelnd: „Hmpf, wir können uns ja nicht mal gegenseitig verletzten.“ Xiue wandte sich kurz an Atalia: „Ich habe gehört Maryan soll sehr begabt sein und mich erreichte die Bitte sie zu fördern…hm Atalia..also binde sie ruhig mit ein.“, „ja ehrenwerte Königin Xiue …das werde ich …ich hab diesbezüglich auch schon mit ihnen gesprochen …wenn alles gutgeht werden wir morgen mit der Ausbildung beginnen.“ Xiue war zufrieden: „Gut, das freut mich zu hören.“ Maryan platzte trotzig in das Gespräch hinein: „Ich bin nicht begabt. Da waren so viele Amazonen in der Tarvene. Das kann jeder gewesensen mit dem Kissen.“ Die Königin antwortete sanft: „Maryan, sich selbst beurteilen kann man oft am Schlechtesten. Also lass es uns doch herausfinden. Stell dich den neuen Dingen und wir werden sehen.“, „Ja Hoheit“. Da rief ein Besucher im Hintergrund: „Schalloooo. Schallo Schalloooo“ Xiue spürte eine ungewöhnliche Aura und drehte sich um. „Sei gegrüßt Fremder. Ihr habt einen seltsam klingenden Dialekt. Aber er klingt sehr schön. Ich bin Xiue, die Königin der Elfen. Wer seid ihr ehrenwerter Fremder?“ Akiko stupste Maryan an: „Das ist doch das grüne Ding was uns auf dem Weg hier her begegnet ist.“ Der Fremde stellt sich mit den Worten vor: „Isch bin Canui, wäschta der schwarschen Bibliothek und Bewahrer der Geschichten.“, „Oooh, ich bin hoch erfreut ehrwürdiger Wächter.“ antwortete Xiue und verneigte sich.

Canui bemühte sich ohne Akzent zu sprechen: „Little Terror, kleiner Schmetterling, angenehm euch wieder zu sehen.“ Xiue erzählte Canui: “ Ich soll euch eine Botschaft überbringen von Leviathan, dem großen ehrfürchtigen Drachen. Er wünscht euch am üblichen Treffpunkt zu sehen.“ Atalia fragte: „Ehrenwerte königin .. kennst du canui?“, „Nicht persönlich. Aber viele berichteten mir von ihm.“ Canui schaute Maryan an und meinte: „Noch eine Magiebegabte. Kleiner Schmetterling scheint magisch zu sein.“ Maryan Schumann stampfte mit dem Fuß auf: „ich bin nicht magiebegabt.“ Canui bekam plötzlich eine bösartige Stimme: „Zweifelst du an meinen Worten Mensch?!“. Maryan flüsterte: „Ich bin nur ein Kind. Ich kann nichts und ich bin nichts.“ Canui war sichtlich sauer: „So begabt, und so ein dummes ding. Dir sollte man die Vernunft einprügeln.“ Xiue antwortete: „Verzeih ihr, sie ist noch jung und unerfahren. Sie wird noch lernen sich selbst zu verstehen.“ Der Wächter dachte nach nach und schaute dabei zu Maryan :“Ich hab da eine Idee Maryan.  Was hälst du von einer Wette? Wenn ich gewinne, gestehst du dir ein etwas Besonderes zu sein. Wenn du gewinnst, erfüll ich dir einen Wunsch, egal welcher das ist.“ Maryan stimmte zu und plötzlich verwandelte Canui Akiko in eine Katze! „Deine Aufgabe ist deine Freundin wieder zum Kind zu machen.“, Maryan antwortete entsetzt: „Das kann ich doch gar nicht!“ Canui grinste und meinte: „Du kannst und du wirst.“ Maryan streichelte Akiko: „Ich kann dir nicht helfen.“ Panisch schaute sich Akiko um. Canui richtete sich an Atalia und Xiue: „Zeigt dem kleinen Schmetterling was in ihr steckt.“ und wartete geduldig ab. Atalia ergriff die Initiative: „Maryan, schau mir mal in die Augen, sei so gut ..“ Maryan Schumann schaute verwirrt in die Augen der Elfe. „…und jetzt machen wir folgendes .. schliesse die augen ..versuch dein Herz zu fühlen…und Kraft durch deinen körper fliessen lässt .. denke jetzt nur an deinen herzschlag ..vertraue auf deine gedanken …vertraue auf deine Gedanken ..versuch dein herz zu verstehn … es will dir etwas sagen ..kannst du es hören .. ?“ Doch Maryan hörte nur das Wimmern von Akiko und tief in ihrem Innern schwand ihr Selbstvertrauen immer mehr. Atalia und Xiues Zureden und Gedankenübertragungen halfen nicht. Xiue versuchte Gefühle von Selbstvertrauen und Zuversicht zu wecken, damit sie ihre eigene Stärke erkannte. Doch der Zweifel saß in dem kleinen Menschenherzen zu tief. Xiue kam nicht an sie heran.

Akiko kratzte an Maryan und schaute erwartungsvoll an. Canui fragte Maryan: „Sag mir Maryan, warum vertraust du dir nicht?“, “ Ich habe 11 Jahre bei meinem Mama und meinem Papa gewohnt und war ein ganz normales Kind und kaum bin ich in Amazonien soll ich was Besonderes sein?“, Canui antwortete ruhig: „Maryan, lass mich dir eine Geschichte erzählen. Diese Mäd…. diese Katze hier war einst ein Straßenkind, was nicht viel mehr konnte als klauen und stehlen. Und jetzt steht sie davor Druidin zu werden. Sie trägt etwas in sich, was du auch hast. Schau ihr in die Augen, sie vertraut dir. Sie weiß, dass du es kannst. Jeder weis es.Du musst es nur erkennen.“ Akiko nickte eifrig und Xiue schaute vertrauensvoll auf Maryan. Doch Maryan konnte es immer noch nicht glauben und schüttelte ungläubig den Kopf: „Dass kann nicht sein…das darf nicht sein“ Eine Träne lief über ihre Wange. Canui versuchte sie aufzubauen: „Maryan, du bist etwas ganz Besonderes, etwas Besonderes zu sein ist nicht leicht. Das weis ich besser als jeder andere hier. Fass dir ein Herz, Akiko vertraut dir, also vertrau auch dir selber.“ Akiko nickte zustimmend und jammerte Maryan an. Maryan nahm Akiko auf den Arm und wünschte sich sie könnte ihrer Freundin helfen. Canui seufzte und sprach: „Leg deine Hand auf ihren Kopf und dann wünsch dir das sie wieder ein Kind wird. Wünsch es dir ganz fest.“ Maryan wünschte sich : „Bitte, bitte Akiko, werde wieder ein Kind…werde wieder meine Freundin“. Plötzlich stand Akiko wieder in ihrer alten Gestalt vor ihnen. Canui lächelte zufrieden und die Elfen waren erleichtert. Maryan ging erschrocken ein Stück zurück und stammelte: „I..i..i…ch..w..w..wa..wa.war..ddd.das n.i..icht“

Akiko lief in Angst davon und Maryan ihr hinterher. Canui lächelte: „Es war Maryan. Wette gewonnen. Ich glaub man muss sie öfters ins kalte Wasser schmeissen. Und Little Terror brauch glaube ich jetzt Zuspruch. Das war wohl doch ein wenig hart von mir sie unvorbereitet zu einer Katze zu machen.“ Maryan Schumann brach weinend zusammen. Das kleine Wunderkind schluchzte: „Ich war das nicht und Akiko hat jetzt Angst vor mir?“ Dicke Tränen liefen ihr Gesicht hinunter. Xiue versuchte sie in den Arm zu nehmen. Canui erklärte Maryan, dass Akiko nicht Angst vor ihr hätte, sondern vor ihm und vor dem Wunder, das Maryan vollbracht hatte. Maryan konnte es immer noch nicht glauben. Der Wächter meinte, eines Tages würde sie es erkennen. Akiko kam derweil verwein und mit wackligen Knien wieder. Akiko Qinan kommt verweint und mit wackligen knieen wieder. Weinend fiel sie Maryan um den Hals: „Danke danke danke danke danke danke danke danke danke danke danke.“

Maryan flüsterte: „Das war bestimmt eine der Elfen ,die dich zurückgezaubert hat, aber ich bin froh das du wieder da bist“, doch Akiko flüstere zurück: „Ne das warst du, hab doch gemerkt das deine Hand ganz warm wurde“ Maryan wurde wieder trotzig: „Ich war das nicht. Das war bestimmt eine von denen da.“ Maryan Schumann zeigte auf die Elfen. Canui verabschiedete sich: „Ich geh wieder in eure Bibliothek, soviele Geschichten sind noch zu Lesen. Und ihr beide ab ins bett. Zaubern ist anstrengend. Gehabt euch wohl.“ Akiko nickte und torkelte Richtung Baumhaus und nahm Maryan mit. „Atalia, begleitest du die Beiden sicher zum Baumhaus?“, „Ja sicher … liebe Königin ..“ Es wurde langsam ruhig im Elfenland. Ein Licht nach dem anderen verlosch und das Zierpen der Grillen erfüllte die Nacht.

Akiko und Maryan treffen im Elfenland ein (März 2008)

Xiue kam aus ihrem kleinen Häuschen. Sie liebte diesen gemütlichen Ort. Die Elfe schloss gerade die Tür, als sie eine bekannte Kinderstimme hörte. „Akiko? Ist die kleine Amazone schon eingetroffen?“ dachte sie bei sich. Xiue lief zur Bibliothek und schon sprang ihr der kleine Wildfang in die Arme. Akiko überbrachte Grüße von den Hoheiten aus Amazonien und stellte der Königin Xiue ihre Freundin Maryan mit den Worten vor: „Das ist Maryan. Candia meinte sie sei begabt und könne zaubern.“ Maryan lief rot an und murmelte sie wäre nur eine unbegabte Göre, wie die Hoheiten gesagt hätten. Xiue flüsterte zu der kleinen Zweiflerin: „Jeder ist etwas ganz Besonderes“ Akiko berichtete noch, dass Maryan sogar ein Kissen hatte fliegen lassen.Doch Maryan weigerte sich hartnäckig daran zu glauben.

Xiue zeigte den Beiden Samanthas Baumhaus, wo sie ihre Taschen abstellten und ihre Felle ausbreiteten. Die Beiden inspizierten die Umgebung und kehrten nach einer Weile zurück. Akiko fragte, ob Leviathan, der Drache, bald kommen würde. Xiue antwortete: „..“ Maryan sehnte sich nach Candia und es dauerte nicht lange, dass sie im Elfenland eintraf. Seit sie ihre Ausbildung in der Kunst des Zauberns beendet hatte, konnte sie schneller als der Wind fliegen. Candia sprach ernste Dinge an. Die Elfe berichtete von seltsamen Ereignissen und der trügerischen Ruhe in Amazonien. Sie erzählte auch von der Begegnung eines kleinen grünen Gnoms, der großes Interesse an den Elfen zeigte. Candia konnte aber leider nicht lange verweilen, denn wichtige Dinge waren noch zu erledigen. Die beiden Kinder verabschiedeten sich von Candia, als plötzlich der Drache Levi vor ihnen stand. Rika, der Elfe der Luft, stand der Mund offen. Maryan versteckte sich vor Angst, als Candia und die Königin den Drachen ehrfürchtig grüßten. Candia musste jedoch das Elfenland verlassen, ihr Vorhaben duldete keinen Aufschub.

Neugierig traten die Elfen heran. Atalia die junge Heilerin, Mara und Laraya traten herzu. Mara stellte sich dem Drachen vor: „ Ihr seid ein sehr mutiger Drache, wenn ich das bemerken darf. Mara ist mein Name. Ich bin eine Elfe des Landes.“ Levi antwortete: „ Seid gegrüßt, Mara. Ich bin Levi, Herrscher der Drachen und erster unter meinen Brüdern.“ Maryan war voller Angst und traute sich trotz der Aufforderung des Drachen nicht zu ihm. Levi war sehr weise und verwandelte sich in einen Wolf. Doch Maryan zitterte vor Angst, in der Vorstellung er wolle sie fressen. Mit bestimmten Ton wandte sich Levi an die Königin: „Xiue, ich habe mit Euch zu reden.“ In einem Gespräch unter vier Augen fragte der Drache, ob Drough und seine Schergen noch am Leben seien: „Ich musste leider erfahren, dass kleine Herrin von dem Schatten angegriffen wurde und auch ein alter Freund erzählte mir einiges.“ Durch die Seherin Joa hatte die kleine Akiko einen unfreiwilligen Einblick in die Unterwelt. Xiue war sichtlich schockiert. Zum Glück war es noch glimpflich ausgegangen. Leviathan erwähnte auch, dass Maryan reich an Magie sei. Beide sprachen über Canui, den Wächter der Schwarzen Bibliothek. Levi äußerte sich über das große Vertrauen, dass er ihm entgegenbrachte. Bevor Levi verschwand, bat er Xiue Canui noch etwas auszurichten. Als Levi das Elfenland verlassen hatte, klärte Xiue die Elfen über die neuesten Geschehnisse auf. Ernste Dinge bahnten sich an. Der Schatten wurde anscheinend nicht komplett vernichtet und sammelte verborgen in der Tiefe neue Kräfte. Lange grübelten die Elfen noch über die Neuigkeiten.

Rätselhafter Gast zu später Stunde (März 2008)

Eines Abends, die Elfen saßen friedlich beisammen und philosophierten über die Abläufe der Zeit, als ein seltsamer Besucher sein Kommen ankündigte: “Schaaaalooooo, schemand da?!?!“

Ein kleiner grüner Gesell überbrachte Grüße von Candia aus Amazonien. Mara lud den seltsamen Besucher ein sich zu ihnen zu gesellen: „Darf ich dir etwas zu trinken anbieten? Die Reise muss sehr lang und beschwerlich gewesen sein…“, „Isch danke, isch brauch nischt. Isch hoffe isch schtöre nisch. Zeisch und Raum schien nisch wischtisch.“ Canui, so hieß der Gast, berichtete, wie er über die Vergangenheit wachte und die Geschichten bewahrte. Mara konnte sich nicht verkneifen zu fragen, ob er weiblich oder männlich sei und der Gast hatte eine interessante Antwort parat: „Für die Amazchonen eine Frau, für eusch ein Mann. Dasch könnt ihr eusch auschuschen. Isch schehe viele Geschichten in euren Augen. Viele bösche Namen, Drough schollte euer böscher Name schein. Ausch viele große und gute Namen.“ Mara antwortete: „Drough ist uns sehr wohl bekannt.“, „Scheine Geschichte isscht noch nischt vorbei.“ Mara rieb sich den Oberarm, noch waren nicht alle Narben verheilt. Die Elfen fragten erschrocken, woher er das wüßte und Canui war sehr erstaunt: „Dasch wischt ihr nischt? Dunkle Schatten griffen nach zchwei der Amazonen. Isch denke…vor 1 und 3 Tagen. Die eine ruft man Joa, die andere little terror.“ Canui erzählte die Geschichte und versuchte dabei akzentfrei zu sprechen: „So denn lauscht ihrer Geschichte. Die ehrenwerte Amazone, die man Joa ruft, übt sich in der Kunst des dritten Auges. Ohne Vorsicht schwomm sie im weiten Meer, und verirrte sich in die Unterwelt. Die Schatten griffen nach ihr, doch die junge Amazone, die man little terror ruft, verhinderte lange genug den Griff der Schatten, bevor die erste Priesterin Mascha ihre Seele vor dem Untergang retten kontte. Doch leider sah die junge Amazone selbst in die Schatten, und sie griffen auch nach ihr. Mit einem Gift verschmutzen sie ihre Seele, und nur ihr Wille, sowie die Heilkünste der Schamanin-Regina, verdankt man ihre Genesung. Der Ehrenwerte Drache Leviathan, der edleste seiner Rasse, bekam Kund dieser Neuigkeiten und ist auf dem Weg, aus dem Hohen Norden, hier her.“

Die Elfen überhäuften Canui mit Fragen, ob es einen Plan gebe, ob der Drache wirklich kommen würde und wann denn käme. Doch Canui war nur ein Geschichtenerzähler – kein magisches Orakel, das auf jede Antwort eine Frage weiß. “ Es sind noch soviele Seiten zu füllen, viele Bücher warten darauf geschrieben zu werden. Erzählt mir zum dank eure Geschichte des Drough. Bitte schenkt mir eine eure Geschichten. Damit auch sie nicht vergessen werden.“ Mara antwortete: „Ich habe nur meine eigene Geschichte, denn im Elfenland bin noch nicht allzulange.“ Maui räusperte sich und begann ihre Geschichte zu erzählen: „Nun, dann will ich mal erzählen. Lange bin ich noch nicht hier. Vor langer Zeit, als mein Bruder nicht mehr nach Hause kam, hab ich mir gedacht, ich müsse das Haus meiner Eltern verlassen. Mein Vater meinte nur, ich solle meine Reise machen und lernen. Nicht nur zuhause am Ofen sitzen und auf den Elfenman warten. Mutter war aufgeregt und sagte nur „Kind, pass auf Dich auf“ und weinte die ganze Zeit. Schließlich waren damit alle Kinder aus dem Haus. So zog ich durch die Länder dieser Welt und musste feststellen, dass als Elfenfrau das Leben sehr hart sein kann und lernte um. Mann – das war es, dazu braucht es nur eine große Klappe und die Hosen. Ich lernte schnell und viel, auch die Waffenkunst, das Betrügen und Saufen. Letztlich war es aber nicht das Leben, dass ich mir vorgestellt habe und suchte weiter nach Frieden, Geborgenheit und Liebe. Schließlich traf ich hier Mara Morgath, die mir das Leben zeigt, wie es sein kann und wie schrecklich die Schatten sind.“ Canui nickte: „Auch deine Geschichte wird nicht vergessen werden. Liebe ist ein Wertvolles Gut, man sollte es nie leichtfertig behandeln. Geschichten die noch im Verborgenen liegen, warten nur darauf entdeckt zu werden. Eine Geschichte die ich einst hörte, wird bald ihren Weg hierher finden. Zwei kleine Geschichten die noch ihren Anfang haben. Zwei kleine Geschichten die mit kleinen Füßen ihren Weg hier her beschreiten. Als Fremde, geschickt von ihren Herrschern, werden sie euch als Freunde verlassen. Hoffnung und Unschuld sind ihre Begleiter. Doch auch Ungewissheit und Furcht. Was kommen möge Wissen nur die Drachen, denn sie sahen die Welt Aufgehen und Untergehen. Entsandt von Freunden werden sie sein, erkennen werdet ihr sie als Symbole der Unschuld. Geschichten finden immer ihre Wege, wie ich auch meinen Weg gehen muss.Mögen eure Geschichten noch viele leere Seiten füllen. Habt Dank für eure Geschichten.“ Mit diesen Worten verschwand der kleine Gast in der Dunkelheit der Nacht.